Kriminalität
Zwei jungen Männern in Neukölln in die Beine geschossen

Zwei Männer mit Schussverletzungen wurden in Berlin-Neukölln gefunden. (Symbolbild) Foto: Jens Büttner/dpa
Zwei Männer mit Schussverletzungen wurden in Berlin-Neukölln gefunden. (Symbolbild) Foto
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Über Notruf wird die Polizei zu zwei Verletzten gerufen. Die beiden Männer haben Schussverletzungen an den Beinen. Einer der beiden befindet sich in einem kritischen Zustand.

Zwei jungen Männern ist in Berlin-Neukölln in die Beine geschossen worden. Einer der beiden war am Samstagabend nach der Tat in einem "kritischen Zustand", teilte die Polizei auf X mit. Der Angriff geschah gegen 21.45 Uhr in der Hermannstraße nahe dem U-Bahnhof Leinestraße. 

Sanitäter brachten die verletzten Männer - einer ist 25 Jahre alt, einer erst 17 und somit noch ein Jugendlicher - in Krankenhäuser, wo sie weiter versorgt wurden. Der U-Bahnhof wurde zeitweilig gesperrt, die Züge fuhren durch, hieß es. Die Polizei begann am Abend mit den Ermittlungen. 

Polizisten mit Maschinenpistolen sperren Tatort 

Der Tatort wurde von einem Großaufgebot bewaffneter Polizisten weiträumig abgesperrt. Experten der Spurensicherung suchten die Umgebung ab. Fotos der Zeitung "B.Z." zeigen Polizisten mit Maschinenpistolen. Weitere Informationen gab es zunächst noch nicht. 

In den vergangenen Tagen wurde mehrfach in Berlin geschossen, auf ein Haus in Spandau, auf das Geschäft eines Autoteilehändlers in Neukölln und auf eine Fahrschule in Reinickendorf. 

Zunehmende Gewaltkriminalität in Berlin

Seit mehr als einem Jahr macht die zunehmende Gewaltkriminalität mit Schüssen der Polizei Sorgen. Oft handelt es sich laut Polizei um Erpressungen von Geschäftsleuten sowie Revierkämpfe und Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität.

2025 zählte die Polizei 1.119 Fälle von Schusswaffengebrauch, etwas mehr als die Hälfte waren Drohungen, in 515 Fällen wurde geschossen. Das waren insgesamt 68 Prozent mehr Straftaten, bei denen mit Waffen gedroht oder geschossen wurde, als im Vorjahr 2024. 

Wegen dieser Entwicklung setzte die Polizei im November 2025 die Sondereinheit des Landeskriminalamtes "Ferrum" (lateinisch für "Eisen") ein. Die Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe "Telum" (lateinisch für "Angriffswaffe") nach.

dpa