Nach Brand
Bundeswehr prüft Nutzung von Areal mit Goebbels-Villa

Die Bundeswehr prüft eine Nutzung des Areals am Bogensee. Foto: Britta Pedersen/dpa
Die Bundeswehr prüft eine Nutzung des Areals am Bogensee. Foto
© Britta Pedersen/dpa
Im Jahr 1939 ließ NS-Reichspropagandaminister Goebbels bei Wandlitz den "Waldhof" erbauen, dazu kamen weitere Gebäude. Das Areal verfällt, die Gemeinde sucht einen Investor - wird es die Bundeswehr?

Die Bundeswehr prüft die Nutzung eines riesigen Areals in Brandenburg mit der früheren Villa von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels. Bei den Gesprächen über die 16 Hektar große Liegenschaft am Bogensee nördlich von Berlin sind auch das Land Brandenburg und die Gemeinde Wandlitz "eng eingebunden", sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr der Deutschen Presse-Agentur. Die internen Planungen und Prüfungen seien aber noch nicht abgeschlossen. 

Zum Hintergrund sagte der Sprecher, wegen der sicherheitspolitische Lage und neuer Nato-Vorgaben müsse die Bundeswehr schnell wachsen. Deshalb gebe es auch größeren Bedarf an unterschiedlichster Infrastruktur. Aus heutiger Sicht könnten aber noch keine konkreteren Aussagen zu einzelnen Standorten gemacht werden. Zuerst hatte "Bild" über die Pläne berichtet.

Das Areal am Bogensee verfällt seit dem Jahr 2000

Das Areal am Bogensee mit mehreren Gebäuden im Wald ist seit dem Jahr 2000 ungenutzt und verfällt. Dort hatte sich Goebbels ein Landhaus bauen lassen. Seit langem gibt es eine Debatte darüber, wie eine neue Nutzung aussehen kann. Weil das Land Berlin kein Geld und kein Interesse an einer Entwicklung hat, überließ der Senat das Gelände bis Ende 2027 der Gemeinde Wandlitz unentgeltlich zur Nutzung. 

Im Januar hatte es auf dem Gelände gebrannt, betroffen war ein früheres Lehrgebäude der ehemaligen Hochschule der Freien Deutschen Jugend (FDJ).

dpa

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