In Spandau ist am frühen Morgen ein Linienbus der BVG beschossen worden. Verletzt wurde niemand, wie die Polizei mitteilte. Der 49-jährige Fahrer war demnach gegen 2.30 Uhr auf der Seeburger Straße in Wilhelmstadt unterwegs, hörte einen Knall und entdeckte danach bei einem Stopp ein Einschussloch an einer Seitenscheibe. Hinter dem Fenster saß ein bislang unbekannter Fahrgast, der aber unverletzt blieb.
Wegen der zahlreichen Schießereien in Berlin im vergangenen Jahr hat die Polizei Mitte November eine sogenannte BAO (Besondere Aufbauorganisation) "Ferrum" (deutsch: Eisen) im LKA eingesetzt. Diese Ermittlungseinheit geht seitdem mit umfangreichen Razzien in Bars und Restaurants und an bekannten Treffpunkten von Kriminellen gegen die gewalttätigen Banden vor.
Trotzdem schießen unbekannte Täter immer wieder auf Bars, Häuser und auch auf Menschen. Das Problem setzte sich auch im laufenden Jahr weiter fort. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um Revierkämpfe mit Waffengewalt im Bereich der Drogenkriminalität wie auch um Drohungen und Erpressungen von Geschäftsleuten handelt.