Viele Berlinerinnen und Berliner haben schon seit längerem festgestellt, dass sie schneller als früher Termine beim Bürgeramt erhalten. Nun sei das seit Jahren formulierte "14-Tage-Ziel" offiziell erreicht, teilte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) mit.
Demnach hat im März erstmals rechnerisch jede Person, die binnen 14 Tagen einen Termin buchen wollte, diesen auch bekommen. Zum Vergleich: Laut Senatskanzlei lag die Quote der innerhalb von 14 Tagen erfüllten Terminwünsche im März 2023 noch bei 48,5 Prozent, im März 2024 bei 58,2 Prozent und im März 2025 bei 74,0 Prozent.
"Wort gehalten"
Nun liegt sie also bei 100 Prozent. Wobei Bürger in vielen Fällen auch kurzfristigere Termine in den Bürgerämtern erhalten können - oftmals sogar am gleichen oder am nächsten Tag. "Der Senat hat versprochen, dass die Berlinerinnen und Berliner wieder ohne Probleme einen Bürgeramtstermin bekommen können. Und wir haben Wort gehalten", erklärte Wegner.
Um die Verbesserungen zu erreichen, hatte der Senat zum Beispiel 100 neue Stellen in den Berliner Bürgerämtern geschaffen. Außerdem wurden vier neue Bürgeramtsstandorte eröffnet. Ein sogenannter Springerpool sorgt dafür, dass kurzfristige Vakanzen in den Bürgerämtern ausgeglichen werden können.
Immer mehr Dienstleistungen digital möglich
Zudem sind laut Senatskanzlei mittlerweile mehr als 460 Behördendienstleistungen digital verfügbar, etwa die An- und Ummeldung des Wohnsitzes. Bestimmte Dienstleistungen können seit vergangenem Jahr auch ohne Termin in den Bürgerämtern erledigt werden. "Denn das ist unser Ziel: ein moderner und digitaler Service für alle Berlinerinnen und Berliner", so Wegner.
Woher weiß der Senat eigentlich, wie viele Bürgerinnen und Bürger einen Termin binnen 14 Tagen wünschen? Das sei aus Kundenumfragen bekannt, heißt es aus der Senatskanzlei. Ebenso bekannt sei, wie viele Menschen binnen 14 Tagen einen Termin bekommen.