39. Verhandlungstag
Wortgefechte bei Aussage eines Polizisten im Block-Prozess

Die Unternehmerin Christina Block soll laut Anklage den Auftrag zur Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder gegeben haben. Hier
Die Unternehmerin Christina Block soll laut Anklage den Auftrag zur Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder gegeben haben. Hier neben ihrem Anwalt Ingo Bott. Foto
© Marcus Brandt/Pool dpa/dpa
Seit Juli wird vor dem Landgericht Hamburg der Fall um die Entführung zweier Kinder der Unternehmerin Christina Block verhandelt. Im Gerichtssaal kommt es wieder zu Wortgefechten.

Wortgefechte zwischen den Prozessbeteiligten haben die Befragung eines Kriminalbeamten im Prozess um die Entführung der Block-Kinder begleitet. Während der Verteidiger der Unternehmerin Christina Block, Ingo Bott, den Zeugen sehr lang im Landgericht nach vielen Details befragte, beschwerte sich ein anderer Verteidiger, dass Blocks Ex-Mann Stephan Hensel die ganze Zeit feixe. Die Vorsitzende Richterin ermahnte den Nebenkläger daraufhin, ruhig zu sein. "Das tut mir sehr leid, es fällt nur so schwer", sagte Hensel.

Auch zwischen dem Kriminalbeamten und Bott gab es einen Schlagabtausch. "Unterstellen Sie mir, dass ich nicht engagiert bin?", fragte der Zeuge irgendwann genervt. Der 43-Jährige war Anfang Januar 2024 Leiter der Ermittlungsgruppe.

Christina Block führt seit Jahren einen erbitterten Sorgerechtsstreit mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel um die beiden jüngsten der vier gemeinsamen Kinder. Der Unternehmerin wird vorgeworfen, einer israelischen Sicherheitsfirma den Auftrag zur Entführung der Kinder in der Silvesternacht 2023/24 gegeben zu haben. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette "Block House", Eugen Block, bestreitet das.

dpa