Starke Winde haben beim Start der neuen SailGP-Saison in Australien für mehrere Unfälle und Ausfälle gesorgt. Schon beim Training in der schnellsten Liga des Segelrennsports war Spaniens F50-Katamaran nach einem Bruch an Bord in die Wellen gerast. Das Team um Olympiasieger Diego Botin musste mit schweren Schäden für das Wochenende passen.
Am ersten von zwei Renntagen kam es dann zu einem Crash zwischen den Teams aus Neuseeland und der Schweiz. Die Black Foils des Neuseeländers Peter Burling fielen danach ebenfalls aus. Sébastian Schneiters Eidgenossen gelang mit einer Blitzreparatur das Comeback an Tag zwei.
Das Team Emirates GBR gewann am Ende auch bei der SailGP-Premiere in Australien. Das DS Team France war nach sieben windreichen Flottenrennen zwar als Spitzenreiter in das Dreier-Finale eingezogen, musste sich dort aber den britischen Titelverteidigern und den Gastgeber aus Australien beugen.
Deutsches Team enttäuscht
Für das Germany SailGP Team von Unternehmer Thomas Riedel, dem viermaligen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und weiteren Eigentümern begann die Saison holprig. Die Crew mit Fahrer Erik Kosegarten-Heil und dem neuen französischen Flügeltrimmer Kevin Peponnet kam nach schwachen Starts und Positionsverlusten nicht über Platz neun hinaus.
"Wir hatten auf ein besseres Ergebnis gehofft. Das Boot hat sich an Tag eins merkwürdig angefühlt. Wir haben nicht den Speed gefunden und waren auch in den Manövern nicht wirklich happy", sagte Kosegarten-Heil.
Die Saison mit 13 Teams und 13 Events wird am 14. und 15. Februar in Auckland/Neuseeland fortgesetzt. Am 22./23. August gastiert die Formel 1 des Segelsports zum zweiten Mal nach der Premiere 2025 in Sassnitz auf Rügen. Das Saisonfinale steigt am 28./29. Oktober in Abu Dhabi. Insgesamt werden 12,8 Millionen Dollar Preisgeld ausgeschüttet.