In Hamburg sind in den vergangenen Wochen wieder tausende Kröten, Frösche und Molche vor dem Tod auf der Straße gerettet worden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat allein an zwei Standorten mehr als 4.400 Amphibien sicher über die Straße gebracht, wie die Naturschutzorganisation mitteilte. Freiwillige trugen die Tiere in Wilhelmsburg und in Volksdorf in Eimern über die Straßen.
Im Wilhelmsburger Inselpark seien innerhalb von sechs Wochen in den Morgen- und Abendstunden 1.111 Tiere eingesammelt worden, darunter 846 Erdkröten, 187 Grasfrösche und 78 Teichmolche. In den Volksdorfer Teichwiesen seien etwa 3.300 Tiere gerettet worden.
Gute Nachrichten am Rande sind dem BUND zufolge: Es wurden mehr Grasfrösche und Moorfrösche eingesammelt. Das bedeute, dass sich die Populationen der Arten zuletzt spürbar erholen konnten.
Hintergrund zur Krötenwanderung: Kröten, Frösche und Molche wandern im Frühjahr stets vom Land ins Wasser, um dort ihre Eier abzulegen. Die Larven entwickeln sich im Wasser und gehen danach als fertige Tiere zurück an Land. In Hamburg sammelt auch der Naturschutzbund (Nabu) an elf weiteren Stellen die wandernden Amphibien ein, damit sie nicht überfahren werden.