Wegen eines Warnstreiks bleiben die Stadtbusse in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg heute in den Depots. Mit Betriebsbeginn startete ein ganztägiger Warnstreik bei den kommunalen Busunternehmen, wie Verdi-Nord-Verhandlungsführer Sascha Bähring der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Wir wissen, dass bis jetzt nichts vom Hof gefahren ist und alles steht." Man sei sehr zufrieden und merke, dass die Leute motiviert seien, für ihre Forderungen einzustehen.
Verdi hat in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. Streikende aus Schleswig-Holstein und dem Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern sind zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration von 10.00 Uhr an hinter dem Gewerkschaftshaus in Lübeck aufgerufen.
Verhandlungen
Die Gewerkschaft fordert für die rund 1.500 betroffenen Busfahrerinnen und Busfahrer in Schleswig-Holstein insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
In Schleswig-Holstein verhandeln die Tarifpartner über einen neuen Manteltarifvertrag. Die zweite Verhandlungsrunde ist am 18. Februar. Über höhere Löhne und Gehälter soll erst im Sommer verhandelt werden.