AOK-Versicherte in Hessen sind im vergangenen Jahr bei Lohnausfall wegen der Betreuung kranker Kinder mit rund 7,77 Millionen Euro unterstützt worden. Das ist ein minimaler Anstieg im Vergleich zum Jahr 2024 (rund 7,72 Millionen), wie die Versicherung mitteilte.
Insgesamt sei in 46.321 Fällen Kinderkrankengeld beantragt worden, das entspreche einem Rückgang von 3,8 Prozent. Als möglichen Grund gab ein Sprecher eine insgesamt geringe Fallzahl, aber dafür längere Krankheitszeiten an.
Kinderkrankengeld wird pro Elternteil und Kind jährlich für bis zu 15 Tage gezahlt. Bei Alleinerziehenden sind es demnach sogar 30 Tage. Der Anspruch besteht in der Regel bis zum zwölften Geburtstag des Kindes.
Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten laut den Angaben 90 Prozent des entgangenen Nettoeinkommens - bei vorherigen Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld sogar 100 Prozent. Für Selbstständige beläuft sich die Erstattung auf 70 Prozent ihres Einkommens. Vom Kinderkrankengeld werden noch die Beiträge für die Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung abgezogen.
Die AOK zählt rund 1,7 Millionen Versicherte in Hessen.