Justiz
Ehefrau nach Trennung erstochen – Urteil erwartet

Mit einem Küchenmesser soll der Angeklagte mindestens sechsmal auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau eingestochen haben. (A
Mit einem Küchenmesser soll der Angeklagte mindestens sechsmal auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau eingestochen haben. (Archivbild) Foto
© Swen Pförtner/dpa

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Ein 47-Jähriger soll seine Ehefrau erstochen haben, weil sie sich von ihm getrennt hatte. Der Mann hat die Tat eingeräumt. Der Prozess vor dem Landgericht Kassel endet nun.

Im Verfahren gegen einen 47-Jährigen wegen Mordes an seiner Ehefrau vor dem Landgericht Kassel wird heute (9.00 Uhr) das Urteil erwartet. Der Mann soll mindestens sechsmal auf seine Frau eingestochen haben, weil sie sich eine Woche vor der Tat von ihm getrennt hatte. Er steht wegen Mordes vor Gericht. 

Das Paar war laut Anklage seit 2022 verheiratet. Am 2. Juli 2025 soll die Frau ihrem Mann mitgeteilt haben, dass sie sich endgültig von ihm trennen wolle. Sie hatte demnach zuvor erfahren, dass sich ihr Mann auf diversen kostenpflichtigen Datingseiten angemeldet hatte. 

Angeklagter hat Tat eingeräumt

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte die Trennung nicht akzeptieren. Er sei eifersüchtig gewesen, weil er davon ausgegangen sei, dass seine Frau eine Affäre mit einem anderen Mann habe. Das habe er nicht dulden wollen. Die Anklagebehörde geht von Mord aus niedrigen Beweggründen aus.

Weil er der Ansicht gewesen sei, dass wenn er seine Frau nicht haben könne, sie niemand haben dürfe, habe er sich entschlossen, sie zu töten. Dazu soll er das Opfer unter einem Vorwand in seine Wohnung gelockt und dort mit einem Küchenmesser mehrfach auf es eingestochen haben. Der 47-Jährige hatte die Tat zum Prozessbeginn zugegeben.

dpa

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