Neue Perspektiven
Europäische Schule soll in Gebäude der Bundesbank ziehen

Viel Beton: Das Gebäude im Norden Frankfurts wurde im Stil des Brutalismus errichtet. (Archivbild) Foto: Arne Dedert/dpa
Viel Beton: Das Gebäude im Norden Frankfurts wurde im Stil des Brutalismus errichtet. (Archivbild) Foto
© Arne Dedert/dpa
Die Bundesbank kehrt nicht zurück, stattdessen könnte die Europäische Schule einziehen: Für das markante Gebäude im Norden Frankfurts gibt es neue Pläne – und eine Alternative ist vom Tisch.

Die Europäische Schule in Frankfurt könnte in die bisherige Zentrale der Deutschen Bundesbank ziehen. Das Gebäude eigne sich hervorragend, sagte Oberbürgermeister Mike Josef (SPD). "Die Fläche ist als Gemeinbedarf ausgewiesen, unter anderem für Schulen. Wir sind der Auffassung, das ist eine überzeugende Lösung."

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, die sich wiederholt für die Europäische Schule starkgemacht hat, begrüßte, dass "endlich eine vielversprechende Lösung für den künftigen Standort" gefunden sei. "Wir hoffen sehr, dass die örtlichen Behörden in dieser Angelegenheit schnell vorankommen, damit das neue Schulgelände schnellstmöglich genutzt werden kann." Die Stadt Frankfurt ist verpflichtet, ein Grundstück für die Schule zur Verfügung zu stellen. 

Die Bundesbank hatte zuvor bekannt gemacht, dass sie nach der Sanierung ihrer Zentrale nicht wieder in das markante Betongebäude im Norden Frankfurts einziehen werde. "Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hat klar ergeben, dass der Kauf einer Immobilie deutlich kostengünstiger ist als eine Unterbringung der Bundesbank-Zentrale am bisherigen Standort in der Wilhelm-Epstein-Straße", teilte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel mit.

OB Josef: Dippemess bleibt an ihrem Platz

Daher suche die Bundesbank nun nach einer geeigneten Immobilie in Frankfurt - möglichst innerhalb der nächsten 18 Monate bis zum Auslaufen des Mietvertrags in ihrem derzeitigen Ausweichquartier in der Innenstadt. 

Oberbürgermeister Josef wies darauf hin, dass die Bundesbank das Gelände per Direktvergabe an die Stadt veräußern kann. Dies sei auch seitens der Stadt beabsichtigt. Und - so betonte der OB: "Die bisher lange diskutierte Fläche am Ratsweg ist vom Tisch. Die Dippemess‘ bleibt an ihrem Platz."

dpa