Trotz öffentlicher Fahndung durch Lotto Hessen bleibt der Gewinner eines Eurojackpot-Gewinns von 304.888,80 Euro aus Südhessen weiterhin unbekannt. Sollte sich daran nichts ändern, könnte die Suche ausgeweitet werden – etwa durch zusätzliche Plakataktionen, Aufrufe im Radio oder gezielte Medienarbeit, sagt Sabine Tonscheidt, Sprecherin von Lotto Hessen.
Rund 90 Lotto-Annahmestellen im Kreis Bergstraße haben inzwischen "Gesucht"-Plakate ausgehängt, um auf den nicht abgeholten Gewinn aufmerksam zu machen. Unklar sei bislang, ob die Gewinnerin oder der Gewinner tatsächlich aus der Region stamme. Möglich sei ebenso, dass der Spielschein nur zufällig im Kreis Bergstraße abgegeben worden sei, erläutert Tonscheidt. Eine bundesweite Suche nach der Person sei derzeit jedoch nicht geplant.
Das Geld gibt es nur mit Originalquittung
Ohne die Originalquittung kann der Gewinn nicht ausgezahlt werden. Selbst ein Foto des Scheins reiche nicht aus, erklärt Tonscheidt. Das Risiko von Manipulationen sei zu groß. Hätte der Unbekannte das Los mit einer Kundenkarte gespielt, wäre die Sache deutlich einfacher: Die Lottogesellschaft hätte den Gewinn automatisch zugeordnet. Der Zahlentipp für den 300.000-Euro-Gewinn wurde 2023 jedoch anonym abgegeben.
Möglich also, dass der entscheidende Zettel noch irgendwo ist – in einer Jackentasche, zwischen alten Belegen oder am Boden einer Schublade. Zeit zum Nachsehen bleibt noch: Bis Ende 2026 kann sich die Gewinnerin oder der Gewinner melden. Danach fließt das Geld in eine Sonderauslosung. Damit hätte jemand anderes noch einmal die Chance.