Tierseuchen Stallpflicht für Geflügel auch in Teilen des Wetteraukreises

Nach einem Vogelgrippe-Ausbruch in einem Betrieb im Landkreis Gießen sind jetzt auch Teile des Wetteraukreises von der Stallpfli
Nach einem Vogelgrippe-Ausbruch in einem Betrieb im Landkreis Gießen sind jetzt auch Teile des Wetteraukreises von der Stallpflicht betroffen. (Symbolbild) Foto
© Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Nach einem Vogelgrippe-Ausbruch im Landkreis Gießen gelten Stallpflicht und Kontrollen nun auch in Teilen des Wetteraukreises. Welche Gemeinden betroffen sind und was Halter beachten müssen.

Nach Verhängung der Stallpflicht im Landkreis Gießen wegen eines Vogelgrippe-Ausbruchs in einem Masthähnchen-Betrieb sind auch Teile des benachbarten Wetteraukreises von entsprechenden Schutzvorkehrungen betroffen. Rund um den betroffenen Betrieb im Hungener Stadtteil Utphe gilt in einem drei-Kilometer-Radius eine sogenannte Schutzzone und eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern.

In die Schutzzone fallen im Wetteraukreis weitere Teile der Gemeinde Wölfersheim sowie der Stadt Nidda, teilte der Wetteraukreis mit. "Hier müssen alle Vogelhaltungen in den kommenden Tagen überprüft und klinisch untersucht werden." In der Überwachungszone fänden stichprobenartige Überprüfungen statt. Dies betreffe die Kommunen Echzell, Reichelsheim sowie weitere Teile von Nidda, Wölfersheim, Ranstadt und Florstadt.

19.000 Masthähnchen in Hungener Betrieb getötet

Bereits zuvor hatte der Landkreis Gießen eine Stallpflicht verhängt, die seit Mittwoch gilt. In der Schutz- und der Überwachungszone müssen Vögel dauerhaft in geschlossenen Ställen oder unter einer Abdeckung bleiben, die Einträge und ein Eindringen von Wildvögeln von oben und der Seite verhindert. Halter müssen dem Veterinäramt die Zahl der gehaltenen Tiere, Nutzungsart und Standort mitteilen. Es dürfen keine Vögel oder deren Produkte aus den Zonen hinaus- oder hineingebracht werden. Entsprechende Vorgaben gelten nun auch für die betroffenen Teile des Wetteraukreises.

In dem Betrieb im Hungener Stadtteil Utphe waren 19.000 Masthähnchen getötet worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit hatte später bestätigt, dass es sich um den hochansteckenden Erreger H5 N1 handelte. Erst im Dezember hatten der Landkreis Gießen und auch der Wetteraukreis frühere Allgemeinverfügungen aufgehoben.

dpa

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