Nach dem Verdacht auf einen Bombenblindgänger am Darmstädter Nordbahnhof bleiben die Einschränkungen im Bahnverkehr bestehen. "Zur abschließenden Klärung, ob es sich tatsächlich um eine Weltkriegsbombe handelt, ist die Öffnung des Verdachtspunktes in rund vier Metern Tiefe notwendig", teilte ein Bahnsprecher nach einer Lageerkundung mit.
Zuvor sind der Bahn zufolge rund um den Fundort umfangreiche Sicherungsmaßnahmen nötig. Für Planung und Umsetzung seien aktuell rund vier Wochen veranschlagt. Diese würden sich unter anderem aus dem besonderen Schutzbedarf von kritischer Infrastruktur in unmittelbarer Nähe ergeben. "Die derzeitige Streckensperrung und ihre Auswirkungen auf den Zugverkehr bleiben so lange bestehen."
Wegen des Bombenverdachts müssen der Bahn zufolge Erschütterungen auf den Strecken unbedingt vermieden werden. Teile der Bahnstrecke, die am Darmstädter Nordbahnhof vorbeiführen, wurden daher gesperrt. Betroffen ist die Odenwaldbahn des Betreibers Vias. Sie werde über den Darmstädter Hauptbahnhof umgeleitet und fahre dadurch ein paar Minuten länger. Sollte sich der Verdacht bestätigen, muss der Kampfmittelräumdienst die Bombe unschädlich machen.