Gut zwei Wochen nach den hessischen Kommunalwahlen liegen die endgültigen Gesamtergebnisse vor - ohne Änderungen bei den Siegern und Verlieren auf Landesebene. Bei den größeren Parteien habe es hessenweit keine Änderung bei den Prozentzahlen gegeben, sagte ein Sprecher des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden.
Verschiebungen habe es nur bei der landesweiten Wahlbeteiligung sowie in einzelnen Kommunen gegeben. Während die hessenweite Wahlbeteiligung bei den früheren vorläufigen Gesamtergebnissen noch mit 54,3 Prozent angegeben worden war, sprachen die Statistiker nun von 54,5 Prozent.
CDU triumphiert, SPD rutscht ab
Bei den Kommunalwahlen am 15. März hatte sich somit die CDU landesweit als stärkste Kraft behauptet. Sie legte auf 29,8 Prozent der Stimmen zu - ein Plus von 1,3 Prozentpunkten im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2021. Ihr Koalitionspartner auf Landesebene, die SPD, rutschte auf 20,8 Prozent ab (minus 3,2 Punkte).
Die AfD erhöhte ihren landesweiten Stimmenanteil von 6,8 Prozent bei den vorangegangenen Kommunalwahlen 2021 auf 14,8 Prozent und sicherte sich den dritten Platz. Die Grünen rutschten mit 14,0 Prozent auf Platz vier ab (2021: 18,4). Die Linke erhielt 5,7 Prozent (4,0), die FDP 3,9 Prozent (6,7).
Verschiebungen in Wiesbaden
Verschiebungen im Vergleich der vorläufigen und endgültigen Ergebnisse auf kommunaler Ebene gab es etwa in der Landeshauptstadt Wiesbaden. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, waren hier bei Prüfungen viele Stimmzettel gefunden worden, die zu Unrecht für ungültig erklärt worden waren.
Weiter hieß es in Wiesbaden: "Die geringfügigen Korrekturen führten dazu, dass es zu einer Verschiebung der Sitzverteilung bei der Stadtverordnetenwahl gekommen ist. Im Vergleich zum vorläufigen amtlichen Endergebnis verliert die CDU einen Sitz, Die Partei erhält einen Sitz mehr."
Weniger als vier Prozent der Stimmen ungültig
Wie das Statistische Landesamt mitteilte, hatten am 15. März von den 2,6 Millionen Wählerinnen und Wählern 96,4 Prozent einen gültigen Stimmzettel abgegeben (2021: 96,1 Prozent). 3,6 Prozent der Stimmzettel waren demnach nach Auszählung sämtlicher Stimmzettel ungültig (2021: 3,9 Prozent).
Bei den Wahlen war es um die Mandate in den 21 Kreistagen sowie den kommunalen Parlamenten von 421 Städten und Gemeinden in Hessen gegangen. Jede Wählerin und jeder Wähler hatte so viele Stimmen, wie es Sitze etwa im Ortsbeirat, Gemeinderat oder Kreistag gibt.