Bahnverkehr
Schwesig: Bahn muss alle Kräfte bündeln und Termin halten

Wochenlanger Frost führte im Januar und Februar zu Verzögerungen bei der Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin. (Archivbild)
Wochenlanger Frost führte im Januar und Februar zu Verzögerungen bei der Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin. (Archivbild) Foto
© Jens Büttner/dpa
Die vollständige Inbetriebnahme der Bahnstrecke Hamburg-Berlin kommt später, aber zwischen Rostock, Schwerin und Hamburg geht es schon Mitte Mai wieder los. Schwesig fordert nun Klarheit von der Bahn.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat mit Blick auf die verzögerten Bauarbeiten auf der Bahnstrecke Hamburg-Berlin klare Ansagen der Bahn für Fahrgäste der Züge im Nordosten gefordert. Es sei gut, dass der Nah- und Fernverkehr auf der Bahnstrecke Hamburg-Schwerin-Rostock ab dem 15. Mai wieder möglich sein soll, sagte die Landeschefin laut Mitteilung. "Das ist eine wichtige Nachricht für alle, die die Bahnstrecke nutzen, insbesondere für die Berufspendlerinnen und Berufspendler."

Schwesig: Brauchen Klarheit zum vereinbarten Früh-ICE

Nun müssten alle Kräfte gebündelt werden, damit dieser Termin auch eingehalten wird und bis dahin der Ersatzverkehr reibungslos und unter Einhaltung der vereinbarten Standards funktioniere. "Und wir brauchen jetzt schnell Klarheit von der Bahn, ab wann der vereinbarte Früh-ICE fährt." 

Klarheit forderte sie auch mit Blick auf den 14. Juni. An dem Tag soll die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder vollständig in Betrieb gehen - sechs Wochen später als ursprünglich geplant. Es sei wichtig, dass dieser Termin eingehalten wird, sagte Schwesig. "Und es muss in dieser Zeit trotz der Verschiebungen im Güterverkehr auch rund um Güstrow weiter einen leistungsfähigen Nahverkehr geben."

Strenger Winter hat Arbeiten verzögert

Zu den erheblichen Verzögerungen bei den Sanierungsarbeiten war es aufgrund des strengen Winters gekommen. Hauptproblem war der Bahn zufolge, dass infolge des festgefrorenen Bodens über mehrere Wochen die Kabelschächte für die Leit- und Sicherungstechnik nicht ausgehoben werden konnten. Schwierig waren demnach aufgrund der Kälte auch Arbeiten an den Oberleitungen. Diese waren eigentlich für Januar geplant, was aufgrund der Witterung aber nicht möglich gewesen sei.

Die 280 Kilometer lange Strecke führt durch fünf Bundesländer und ist eine der wichtigsten Pendlerstrecken in Deutschland mit täglich rund 30.000 Fahrgästen im Fernverkehr und insgesamt 470 Zügen pro Tag.

dpa