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Rathaus Rostocker Oberbürgermeister wird per Stichwahl bestimmt

Eva-Maria Kröger und Michael Ebert geben sich nach der Oberbürgermeisterwahl im Rathaus von Rostock die Hand
Eva-Maria Kröger (l.), Kandidatin der Linken, und Michael Ebert, Kandidat von CDU, FDP und vom Wählerbündnis UFR, nach der Oberbürgermeisterwahl im Rathaus von Rostock
© Bernd Wüstneck / DPA
Der Chefsessel im Rathaus in Rostock bleibt weitere zwei Wochen vakant. Die Entscheidung, wer dort Platz nehmen darf, fällt erst in einer Stichwahl am 27. November. Eva-Maria Kröger und Michael Ebert werden dann in der Hansestadt gegeneinander antreten. 

Nach der ersten Runde der Rostocker Oberbürgermeisterwahl treten die beiden erstplatzierten Kandidaten Eva-Maria Kröger und Michael Ebert in zwei Wochen in einer Stichwahl gegeneinander an. Die Linke-Politikerin Kröger lag nach dem vorläufigen Ergebnis am Sonntagabend bei 25,3 Prozent der Stimmen, der von CDU und FDP unterstützte parteilose Ebert mit 23,6 Prozent knapp dahinter. Die SPD-Kandidatin, die Leiterin des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes Rostock, Carmen-Alina Botezatu, kam auf 16,5 Prozent der Stimmen.

"Ich freue mich sehr. Aber das Ergebnis gibt nun auch die nächsten Hausaufgaben auf für die kommenden zwei Wochen", sagte Kröger am Wahlabend im Rostocker Rathaus. Ebert bedankte sich für das hohe Vertrauen der Rostockerinnen und Rostocker. "Jetzt heißt es, noch mal richtig Kraft investieren."

Wahlbeteiligung in Rostock lag bei 43,7 Prozent

Es waren insgesamt 17 Kandidatinnen und Kandidaten in das Rennen um den Rostocker OB-Posten gegangen. Notwendig wurde die Wahl, weil der bisherige Amtsinhaber Claus Ruhe Madsen im Juni als Wirtschaftsminister ins Kabinett von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach Schleswig-Holstein wechselte. Rostock ist mit knapp 210.000 Einwohnern die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns.

Zur Stimmabgabe waren rund 172.000 Wahlberechtigte aufgerufen. Stimmberechtigt waren Wähler ab 16 Jahren. Es gab 4700 Erstwähler. Die Wahlbeteiligung lag den Angaben zufolge bei 43,7 Prozent. Bei der letzten OB-Wahl 2019 waren es im ersten Wahlgang 59 Prozent und bei der notwendigen Stichwahl 44,1 Prozent.

Für die Abgabe beziehungsweise die Auszählung der Stimmen waren 85 Urnen- und 57 Briefwahlvorstände zuständig. Es waren mehr als 1300 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer berufen worden. Die Amtszeit der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters beträgt sieben Jahre.

Das künftige Stadtoberhaupt wird mit einer Bürgerschaft zusammenarbeiten müssen, in der wechselnde Mehrheiten bei Entscheidungen keine Ausnahme sind. Das Stadtparlament zählt 53 Abgeordnete. Die Linke stellt dort die stärkste Fraktion, gefolgt von CDU/UFR, Grünen, SPD und der Fraktion Rostocker Bund.

key dpa

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