Jahreswechsel
Bären im Tierpark Thale aus Winterschlaf erwacht

Ein Bär knabbert im Tierpark in Thale an einem Baumstamm. Foto: Matthias Bein/dpa
Ein Bär knabbert im Tierpark in Thale an einem Baumstamm. Foto
© Matthias Bein/dpa
Ein Schnuppern hier, ein kleiner Sprint dort. Nach dem Ende des Winters kehrt die Energie der zotteligen Bewohner zurück. Wann Besucher die Bären am besten in Aktion erleben können.

Das frühlingshafte Wetter hat die Bären im Tierpark Thale aus der Winterruhe gelockt. Besucherinnen und Besucher können nun beobachten, wie die Tiere ihr Gelände neu entdecken, so die Tierpflegerin Franziska Krebs. Besonders gut sei dabei der Vormittag geeignet. 

Damit auch die Energie der weiterhin etwas trägen Ältesten steigt, hilft Futter. Denn der Kreislauf sowie der Stoffwechsel der Tiere seien monatelang heruntergefahren gewesen, erklärt Krebs. So können die Bären den Winter mit zuvor angelegten Fettreserven überdauern, ohne essen oder trinken zu müssen. 

Dabei verschlafen sie die kalte Jahreszeit nicht komplett, sondern seien einfach besonders inaktiv, erklärte die Tierpflegerin weiter. Das hänge gerade den älteren Bären, wie Moritz, noch etwas nach. Dennoch würden alle Bewohner der Anlage diese fleißig erkunden und dabei wohlverdiente Essenspausen einlegen. 

Erwachen auf Knopfdruck nach Winterruhe?

Der Jahreszeitenwechsel läuft im Tierpark immer ähnlich ab. Die Bären entscheiden dabei selbst, wann ihre Ruhephase beginnt und endet. Die Pflegerinnen und Pfleger beobachten ihr Verhalten unter anderem über Kameras und passen so rechtzeitig das Futterangebot an deren Bedürfnisse an.

Ein Marker seien dabei jedoch immer die Temperaturen: Zu Beginn des Winters werden die Tiere immer träger, je kälter es wird - bis sie sich schließlich in ihre Winterquartiere zurückziehen. Das Futterangebot des Tierparks werde dementsprechend angepasst, hieß es. Spätestens, wenn im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen in die Bärenhöhle scheinen, ist für die Tiere Schluss mit der Winterpause. 

Der Bärenwald im Tierpark Hexentanzplatz

Auf 5.200 Quadratmetern leben die Tiere seit 2005 in einer für den Harz einmaligen Anlage. Das naturbelassene Areal biete dabei viel Platz zum Baden oder Klettern. Besucherinnen und Besucher können die Bären von einem erhöhten Weg aus betrachten, ohne sie zu stören.

dpa

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