Steigende Kraftstoffpreise
ADAC wirft Ölkonzernen Preistreiberei vor

Der ADAC hält die Preiserhöhungen an der Zapfsäule nicht für gerechtfertigt. Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Der ADAC hält die Preiserhöhungen an der Zapfsäule nicht für gerechtfertigt. Foto
© Sebastian Kahnert/dpa
Nach der militärischen Eskalation im Nahen Osten steigen die Preise an den Tankstellen – nach Ansicht des ADAC stärker als angemessen. Der Club fordert eine Entlastung der Autofahrer.

Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) hält die nach der militärischen Eskalation in Nahost erfolgten Preiserhöhungen an den Zapfsäulen für unangemessen. Die gestiegenen Rohölpreise seien nahezu ohne Zeitverzug an die Verbraucher weitergegeben worden, "obwohl die höheren Einkaufskosten vielerorts noch gar nicht angefallen sein dürften", sagte der Sprecher des ADAC in Schleswig-Holstein, Rainer Pregla. 

Nach Einschätzung des Clubs seien die Tanklager noch mit Kraftstoffen gefüllt, die zu deutlich niedrigeren Rohölpreisen beschafft worden seien. "Vor diesem Hintergrund erscheint der rasche und deutliche Anstieg der Kraftstoffpreise nicht gerechtfertigt", sagte Pregla.

ADAC: Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe prüfen

Auch das Argument der Branche, die Preise bereits jetzt erhöhen zu müssen, um künftig teureres Rohöl einkaufen zu können, sei nur begrenzt überzeugend, da Liquidität auch für Autofahrerinnen und Autofahrer ein entscheidender Faktor sei. "Steigende Kraftstoffpreise treffen viele Menschen unmittelbar im Alltag", sagte er.

Zu begrüßen sei hingegen die Einsetzung einer Task Force zur Entwicklung der Energiepreise durch die Bundesregierung. Überdies sollte die Politik "nun kurzfristig auch eine vorübergehende Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe prüfen, um die zusätzliche Belastung für Autofahrer während der Krise zu begrenzen", sagte Pregla.

dpa