Nach dem gewaltsamen Tod einer 38-Jährigen im Landkreis Peine nähert sich der Prozess gegen den Ex-Lebensgefährten des Opfers seinem Ende. Am Dienstag (9.00 Uhr) werden die Plädoyers erwartet, wie ein Sprecher des Landgerichts Hildesheim sagte. Ob das Urteil am selben Tag oder am 16. Januar verkündet wird, war demnach noch unsicher. Zum Prozessauftakt hatte der 41 Jahre alte Angeklagte zurückgewiesen, die Frau getötet zu haben. "Ich habe mit den Vorwürfen nichts zu tun", sagte er damals.
Schläge mit einem Brecheisen
Der Landwirt ist wegen versuchten Mordes und Totschlags angeklagt. Er soll Ende Februar 2025 in einem Wohnhaus in Edemissen 23 Mal mit einem Brecheisen auf den Kopf der Frau geschlagen und sie eine Treppe hinuntergestoßen haben. Sie erlitt ein Hirntrauma und Knochenbrüche, darunter einen Schädelbruch, und starb an Blutverlust.
Einige Tage vor der Tat soll er bereits versucht haben, die 38-Jährige zu töten. Er soll ihre Kaffeemaschine mit dem nicht mehr zugelassenen Insektizid Parathion, dem sogenannten "Schwiegermuttergift", präpariert haben. Die Frau soll jedoch einen seltsamen Geruch und eine blaue Färbung wahrgenommen und den Kaffee nicht getrunken haben.
Die Staatsanwaltschaft in Hildesheim bestätigte auf Nachfrage, dass gegen den Angeklagten zudem wegen des Verdachts zur Anstiftung zum Mord ermittelt wird. Grundlage dafür seien Zeugenaussagen im Prozess, sagte eine Sprecherin. Nach einem Bericht der "Braunschweiger Zeitung" hatte ein Mithäftling im Verfahren ausgesagt, der Angeklagte habe ihm Geld geboten, um Zeugen zu beseitigen. Der 41-Jährige bestritt den Auftragsmord-Vorwurf.