Wetterbilanz So war das Januarwetter in Niedersachsen und Bremen

Zu Jahresbeginn zeigte sich der Nordwesten von seiner winterlichen Seite: Viel Schnee und teils strenger Frost prägten den Janua
Zu Jahresbeginn zeigte sich der Nordwesten von seiner winterlichen Seite: Viel Schnee und teils strenger Frost prägten den Januar. (Archivbild) Foto
© Julian Stratenschulte/dpa
Im Nordwesten Deutschlands war der Januar so schneereich wie seit 16 Jahren nicht mehr. In Niedersachsen und Bremen zeigte sich der Monat mit viel Schnee, Frost und wenig Niederschlag.

Der Januar 2026 ist im Nordwesten Deutschlands ungewöhnlich schneereich ausgefallen. Gemessen an der Zahl der Tage mit Schneedecke war es der schneereichste Januar seit 2010, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Insgesamt blieb der Monat jedoch trocken. Gleichzeitig wurde vor allem im Süddeutschland eine außergewöhnlich hohe Sonnenscheindauer registriert. Das geht aus vorläufigen Auswertungen von rund 2.000 Messstationen des DWD hervor.

In Niedersachsen lag die Durchschnittstemperatur am Monatsende bei minus 0,2 Grad und damit unter dem langjährigen Mittel (0,6 Grad). Zu Monatsbeginn bestimmte kalte Winterluft das Wetter, der Tiefstwert wurde am 11. Januar mit minus 18,9 Grad in Wittingen (Landkreis Gifhorn) gemessen. Zur Monatsmitte folgte eine kurze Milderung mit zweistelligen Plusgraden, danach setzte sich wieder ein winterliches Temperaturniveau durch.

Viel Schnee durch Sturmtief "Elli"

Besonders prägend war das Wintersturmtief "Elli" zwischen dem 8. und 10. Januar. Es brachte verbreitet kräftigen Schneefall, stürmischen Wind und starke Schneeverwehungen. Vom westlichen Niedersachsen über die Lüneburger Heide bis in den Süden und Südosten fielen vielerorts 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee, örtlich auch mehr.

In den höheren Lagen des Harzes hielt sich nahezu durchgehend eine Schneedecke. Aber auch außerhalb der Mittelgebirge wurden vielerorts mehr als 15 Tage mit Schnee am Boden gezählt. Trotz der winterlichen Phase fiel in Niedersachsen mit 47 Litern pro Quadratmeter weniger Niederschlag als üblich (62 Liter). Die Sonnenscheindauer lag mit rund 50 Stunden deutlich über dem Durchschnitt (38 Stunden).

Bremen ebenfalls winterlich und trocken

Auch in Bremen verlief der Januar überwiegend winterlich. Die Gebietsmitteltemperatur betrug 0,4 Grad und lag unter dem langjährigen Mittel (0,9 Grad). In der ersten Monatshälfte trat teils strenger Frost auf, mit einem Tiefstwert von minus 13,5 Grad. Zur Monatsmitte wurden kurzzeitig bis zu 12 Grad erreicht.

Mit rund 45 Litern pro Quadratmeter fiel in Bremen ebenfalls weniger Niederschlag als üblich (59 Liter). Ein Großteil davon kam als Schnee herunter, vor allem in der ersten Monatshälfte. Die Sonnenscheindauer übertraf mit rund 49 Stunden den langjährigen Wert um etwa ein Viertel (39 Stunden).

dpa

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