Der frühere Sportchef Klaus Allofs hat seine Mitschuld an der prekären Situation von Fortuna Düsseldorf in der zweiten Fußball-Bundesliga eingeräumt. "Ich habe von der sportlichen Seite natürlich meinen Anteil daran", sagte Allofs bei Welt TV. "Wir haben einen ganz schlechten Transfersommer gehabt."
Der 69-Jährige war im Dezember bei seinem Heimatclub als Sportvorstand zusammen mit Sportdirektor Christian Weber freigestellt worden. Beiden wird die schwache Zusammenstellung des Kaders zur Last gelegt. Im vergangenen Sommer hatte sich die Fortuna von etlichen Leistungsträgern getrennt und einen XXL-Umbruch vollzogen. Von den verpflichteten Spielern überzeugten aber nur ganz wenige. Zudem zahlte sich die Trennung von Trainer Daniel Thioune im Herbst 2025 nicht aus. Der von Allofs verpflichtete Markus Anfang floppte ebenfalls und wurde inzwischen von Allofs-Nachfolger Sven Mislintat durch Alexander Ende ersetzt.
Allofs schon beim bislang letzten Abstieg in dritte Liga beteiligt
Trotz des von Allofs ausgerufenen Ziels Bundesliga-Aufstieg spielt der frühere Erstligist in der 2. Liga gegen den Abstieg in die Drittklassigkeit. Am 30. Spieltag fiel die Fortuna nun sogar auf einen direkten Abstiegsplatz. "Jetzt hat sich eine Situation ergeben, die bedenklich ist. Man muss fast das Schlimmste befürchten", sagte Allofs, der bereits 1999 beim bislang letzten Abstieg der Fortuna in die dritte Liga beteiligt war. Vor 27 Jahren war Allofs als Trainer der Düsseldorfer beurlaubt worden. Sein Heimatclub stieg später ab.