Keine Ablenkung, keine Rechenspiele: Abstiegskandidat Fortuna Düsseldorf blendet beim Heimspiel gegen die SV Elversberg am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) die Ergebnisse der Konkurrenz aus. Zwischenstände aus den anderen Stadien werden nicht, wie üblich, während der Partie über die Videoleinwände den Fans und Spielern mitgeteilt - mit einer Ausnahme.
"Wir werden nur für uns positive Ergebnisse auf der Tafel zeigen", sagte Fortunas Pressesprecher Tino Polster am Freitag auf der obligatorischen Spieltagespressekonferenz. "In manchen Situationen muss man jedes Register ziehen", sagte Polster weiter. Düsseldorf droht der dritte Zweitligaabstieg der Vereinsgeschichte.
Entscheidung fällt am letzten Spieltag
Zeitgleich mit dem Tabellen-16. Düsseldorf (34 Punkte) spielen am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga auch der Tabellen-17. Greuther Fürth (34) sowie das abgeschlagene Schlusslicht Preußen Münster (29). Und Düsseldorf muss ausgerechnet am letzten Spieltag noch zu den aktuell punktgleichen Fürthern.
Doch viel reden über das "Alles-oder-Nichts-Spiel" nächste Woche in Fürth wollte Fortuna-Coach Alexander Ende am Freitag nicht. "Jetzt geht es nur Vollgas in Richtung Elversberg. Jetzt arbeiten wir an der Ausgangslage, die wir dann am letzten Spieltag haben werden", sagte Ende.
Die Elversberger dagegen könnten am Sonntag ihren ersten Bundesliga-Aufstieg feiern, Düsseldorf blieb dann wie in der Vorwoche beim 0:1 beim FC Schalke 04 die Rolle des Gratulanten. Aber die Saarländer steigen nur vorzeitig auf, wenn sie in Düsseldorf gewinnen und wenn der SC Paderborn am Freitagabend (183.0 Uhr/Sky) gegen den Karlsruher SC verliert und Hannover 96 am Samstag (13 Uhr/Sky) beim VfL Bochum ebenfalls leer ausgeht.