HSV-Trainer Merlin Polzin hat dem nächsten Gegner SC Freiburg zum Einzug in das Finale der Europa League gratuliert. "Es gehört sich so, dass wir ganz, ganz viele Glückwünsche erst einmal nach Freiburg schicken", sagte er bei der Pressekonferenz vor der Bundesliga-Partie des Hamburger SV am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) gegen die Breisgauer. "Ein fantastisches Spiel bzw. eine ganze Saison jetzt in Europa. Größten Respekt davor von unserer Seite", fügte Polzin hinzu. Die Freiburger hatten am Donnerstag im Halbfinal-Rückspiel der Europa League den Sporting Braga mit 3:1 bezwungen und waren in das Endspiel am 20. Mai in Istanbul gegen Aston Villa eingezogen. "Wir drücken dem gesamten SC fürs Finale die Daumen, dass die Reise dann zu einem schönen Ende kommt", sagte Polzin.
Die Hamburger können am Sonntag gegen den SC Freiburg entspannt in das letzte Heimspiel der Saison gehen. Polzin und sein Team hatten schon am vergangenen Wochenende den Klassenverbleib durch ein 2:1 bei Eintracht Frankfurt und den passenden Ergebnissen des FC St. Pauli und des VfL Wolfsburg perfekt gemacht.
HSV will Saison nicht austrudeln lassen
Ein Austrudeln der ersten Saison nach der Bundesliga-Rückkehr vor einem Jahr wird es laut Polzin nicht geben. "Wir wollen oder werden die erste Elf ins Rennen schicken, von der wir die größte Überzeugung haben, dass wir das Spiel gewinnen", sagte der 35-Jährige. "Und da ist völlig unabhängig davon, ob wir jetzt unser großes Ziel schon erreicht haben."
Sich nach dem gesicherten Klassenverbleib den Fans im wieder einmal mit 57.000 Zuschauern ausverkauften Volksparkstadion zu zeigen, sei "schon Ansporn und Motivation genug". Er mache nur Experimente, "von denen wir auch ohnehin schon überzeugt sind, und machen jetzt nichts, um irgendwem noch mal etwas zu schenken".
Glatzel fällt kurzfristig aus
Nicht mit dabei sein wird neben dem Rekonvaleszenten Miro Muheim auch Robert Glatzel. Der Mittelstürmer fällt kurzfristig verletzt aus. Verabschiedungen von Spielern, die den Verein am Saisonende verlassen, werde es noch nicht geben, betonte Polzin.