Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) besucht am Mittwoch erstmals das ehemalige deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Wüst möchte mit dem Besuch das Engagement der NRW-Landesregierung gegen Antisemitismus und für eine starke Erinnerungskultur bekräftigen.
Im Anschluss besucht Wüst die Internationale Jugendbegegnungsstätte Oswiecim, die seit Jahrzehnten einen Beitrag zur deutsch-polnischen Verständigung und zur historisch-politischen Bildung leistet.
Das ehemalige nationalsozialistische Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im von Deutschland besetzten Polen steht weltweit symbolisch für den Holocaust. Mindestens 1,1 Millionen meist jüdische Häftlinge wurden in Auschwitz ermordet, starben an den Folgen von Zwangsarbeit, Hunger, Krankheiten, Misshandlungen oder den unmenschlichen Lebensbedingungen des Lagers. Die Nazis und ihre Helfershelfer ermordeten während des Holocaust insgesamt rund sechs Millionen Juden.
Besuch in Auschwitz ist für Wüst besonders wichtig
Für Wüst hat der Besuch in Auschwitz eine besondere Bedeutung, denn er wird die Gedenkstätte erstmals besuchen. Der Kampf gegen Antisemitismus ist für den NRW-Regierungschef ein wichtiges Anliegen. So sollen etwa Schülerinnen und Schüler in NRW einmal in ihrer Schulzeit eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus besuchen. Als Konsequenz aus dem Terror-Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hatte NRW einen Zehn-Punkte-Plan gegen Antisemitismus vorgelegt.
Am ersten Tag seiner Polen-Reise hatte Wüst am Dienstag die nordrhein-westfälische Partnerregion Schlesien besucht. NRW und Schlesien pflegen seit gut 25 Jahren eine Regionalpartnerschaft.