Richtung Heimat unterwegs
Schiffspassagierin wird von Düsseldorf nach München verlegt

Eine Kontaktperson wurde nach Düsseldorf ins Uniklinikum gebracht. Eine Woche später kommt sie in ein Krankenhaus ihrer Heimatre
Eine Kontaktperson wurde nach Düsseldorf ins Uniklinikum gebracht. Eine Woche später kommt sie in ein Krankenhaus ihrer Heimatregion. (Archivbild) Foto
© Persbureau Heitink/dpa

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Unter hohen Schutzmaßnahmen ist eine deutsche Kontaktperson vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" zur Untersuchung nach Düsseldorf gebracht worden. Nun kommt sie in ein Krankenhaus nahe ihrem Wohnort.

Die in der Uniklinik Düsseldorf betreute Kontaktperson vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" wird unter Schutzmaßnahmen in ein heimatnahes Krankenhaus zurück nach Bayern gebracht. 

Ziel ist eine Klinik in München, teilten das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und die München Klinik mit. Die Person sollte im Laufe des Tages eintreffen. Zuvor hatte die Uniklinik Düsseldorf mitgeteilt, dass die betreute Kontaktperson in ein heimatnahes Krankenhaus verlegt werde. Angaben zum Zielkrankenhaus oder Zielregion machte sie aber nicht. 

Die Uniklinik Düsseldorf machte von Anfang an auch keinerlei Angaben zu der Kontaktperson wie Alter und Wohnort. Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums soll es sich um eine 65-Jährige handeln, die in engem Kontakt mit der deutschen Frau stand, die an Bord des Schiffes gestorben war. 

Keine Anzeichen einer Infektion

Die Person befindet sich nach früheren Angaben der Uniklinik Düsseldorf in Quarantäne, zeigt aber nach wie vor keine klinischen Anzeichen einer Infektion. Auch umfangreiche virologische Untersuchungen deuteten bisher nicht auf eine Infektion hin, hieß es in der jüngsten Mitteilung der Uniklinik. Der Erreger konnte demnach in den Laboruntersuchungen nicht nachgewiesen werden. 

Schutzmaßnahmen aufrechterhalten 

Da die Inkubationszeit aber sehr variabel sei und das Auftreten von Symptomen mehrere Wochen dauern könne, seien weitere Kontrollen und eine klinische Beobachtung erforderlich. Die Kontaktperson werde mit einem infektiologisch sicheren Transport verlegt. Auch in dem Zielkrankenhaus werden nach Angaben der Uniklinik Düsseldorf Schutzmaßnahmen aufrechterhalten. 

Als erste Kontaktperson zurück in Deutschland

Die Kontaktperson ist die erste Passagierin, die von dem Kreuzfahrtschiff unter hohen Schutzmaßnahmen zurück nach Deutschland gebracht wurde. Sie kam am späten Mittwochabend (6. Mai) mit einem speziellen Konvoi der Feuerwehr aus den Niederlanden in Düsseldorf an, nachdem sie ausgeflogen worden war. Auch zwei erkrankte Crew-Mitglieder waren damals ausgeflogen worden. 

Weitere deutsche Passagiere zurück

Das Schiff war am Sonntag nach Teneriffa gekommen. Noch am selben Tag starteten unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erste Sonderflüge, um Passagiere aus 23 Ländern in ihre Heimat zu bringen und eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. In der Nacht zum Montag sind vier weitere in die Niederlande ausgeflogenen deutschen Passagiere in der Universitätsmedizin Frankfurt angekommen. 

Bisher drei Tote

Bisher starben drei Passagiere der "Hondius", bei denen eine Infektion mit dem Hantavirus-Typ Andesvirus nachgewiesen wurde oder vermutet wird. Experten schätzen das Risiko einer größeren Ausbreitung des Virustyps in Europa als gering ein. Das Virus sei nicht leicht übertragbar. Es sei unwahrscheinlich, dass es zu vielen Infektionsfällen oder einem großflächigen Ausbruch in der Bevölkerung käme, hatte die EU-Gesundheitsbehörde ECDC berichtet.

dpa

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