War es versuchter Mord?
Mutmaßlicher Brandstifter wegen zu schnellem Fahren gefasst

Der mutmaßliche Brandstifter wurde letztlich wegen zu hoher Geschwindigkeit beim Autofahren gefasst. (Symbolbild) Foto: Lino Mir
Der mutmaßliche Brandstifter wurde letztlich wegen zu hoher Geschwindigkeit beim Autofahren gefasst. (Symbolbild) Foto
© Lino Mirgeler/dpa
In Köln soll ein Mann seine Wohnung angezündet haben, weil seine Vermieter darüber wohnen. Einen Tag später fährt er zu schnell mit seinem Wagen - und wird von der Polizei erwischt.

Ein mutmaßlicher Brandstifter ist in Köln wegen versuchten Mordes festgenommen worden - weil er zu schnell gefahren ist. Nach der mutmaßlichen Brandstiftung in Köln-Porz am Sonntag war er zunächst flüchtig, wurde am Montag dann aber wegen überhöhter Geschwindigkeit am Steuer von Polizisten erwischt und vorläufig festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Seit Dienstag befindet sich der 49-Jährige in Untersuchungshaft.

Zum Brand kam es bereits in der Nacht zum Sonntag. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann seine eigene Wohnung mit Brandbeschleuniger und selbstgebauten Lunten angezündet hat.

Weil währenddessen seine Vermieterin mit ihrem Lebensgefährten in der Wohnung darüber schlief, stuft die Staatsanwaltschaft die Tat als versuchten Mord ein. "Das Paar, das mit dem 49-Jährigen unter anderem wegen Mietrückständen im Streit lebte, hatte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Verletzt wurde niemand", teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen laufen.

dpa