Wo ist Teresa Krug? Diese Frage beschäftigt deutsche und niederländische Ermittler. Die 70-jährige Frau aus Polen wird seit Februar 2025 vermisst – offiziell gemeldet wird sie jedoch nie. Dass sie verschwunden ist, fällt erst auf, als in den Niederlanden ein Mord geschieht.
In Herkenbosch wird am 15. September 2025 ein 66-jähriger Mann auf seinem eigenen Grundstück erstochen. Ein am Tatort gesehenes Auto führt die Ermittler schnell zu einem Tatverdächtigen: dem 49-jährigen Sohn von Teresa Krug. Er wird zehn Tage nach der Tat in einer Wohnung im nur wenige Kilometer entfernten Montfort festgenommen. Die Unterkunft ist auf den Namen seiner Mutter gemeldet. Doch als die Beamten sie befragen wollen, fällt auf, dass sie verschwunden ist. In ihrer Wohnung finden sie ihren Pass, die Bankkarte und ihr Handy. Wo sie ist, verrät ihr Sohn nicht.
Die vermisste Teresa Krug führt Zeit ihres Lebens ein Nomadendasein. Sie hält sich unter anderem in den Niederlanden (Montfort, Herkenbosch und Venlo), Polen (Sopot und Gliwice), Deutschland (Remscheid, Heinsberg, Mönchengladbach und Essen) und Portugal (Pico) auf, mietet dort vorübergehend Unterkünfte.
Vermisstenfall Teresa Krug am Mittwoch bei „Aktenzeichen XY … ungelöst“.
Als die Beamten von ihr angemietete Lagerräume in Mönchengladbach durchsuchen, finden sie Schaufeln und eine Harke. Doch Mutter und Sohn besitzen keinen Garten. In einem Lagerraum, den der 49-Jährige im nordrhein-westfälischen Kirchhoven angemietet hat, finden die Ermittler zudem zwei Plastiksäcke mit einem Laken, einem Kissen, Matratzenteilen und einem T-Shirt. An allen Gegenständen haftet Blut. Ein DNA-Abgleich ergibt, dass es von Teresa Krug stammt. Die Polizei vermutet, dass sie in einem Bett getötet und von ihrem Sohn anschließend vergraben wurde.
Am Mittwoch ist der Fall Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Der Sohn von Teresa Krug sitzt derzeit in den Niederlanden wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess.
Quellen: Bundeskriminalamt, Polizei Niederlande, ZDF