Der Tod des gebürtigen Düsseldorfers Jürgen Habermas hat in Nordrhein-Westfalen Trauer und Anteilnahme ausgelöst. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst würdigte den Philosophen und Soziologen, der im Alter von 96 Jahren in Starnberg gestorben ist.
"Habermas hat eindrucksvoll bewiesen, dass es keine Alternative zur Kraft der Vernunft gibt, um unsere Werte zu verteidigen", erklärte Wüst (CDU). Bis ins hohe Alter habe er publiziert und den öffentlichen Diskurs – auch mit seinen Kritikern – gesucht. 2006 war Habermas mit dem Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden.
"Mit dem Tod von Jürgen Habermas verliert Deutschland einen Jahrhundert-Philosophen und einen der einflussreichsten öffentlichen Intellektuellen der Nachkriegszeit", erklärte der SPD-Fraktionschef im NRW-Landtag Jochen Ott. Der in Düsseldorf geborene und in Gummersbach aufgewachsene Denker habe mit dem Staatspreis des Landes die höchste Auszeichnung in Nordrhein-Westfalen bekommen.