SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat sich nach der verlorenen Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gegen einen Rauswurf von Parteichef Lars Klingbeil ausgesprochen. Klingbeil trage nicht allein Verantwortung für die schlechten Wahlergebnisse, sagte Klüssendorf am Montag im RTL/ntv-"Frühstart". Die SPD habe unabhängig von Personalkonstellationen Probleme gehabt – egal, wer Parteivorsitzender, Kanzler oder Kanzlerkandidat gewesen sei.
Auch einen eigenen Rücktritt schloss Klüssendorf aus. Er sei sehr motiviert, die Partei wieder zu stärken, und habe konkrete Vorstellungen davon, wie das gelingen könne. Personalfragen würden in dieser Woche in den Parteigremien besprochen. Man mache es sich aber zu leicht, wenn man immer wieder nur über das Personal diskutiere. Der SPD-Generalsekretär sagte dem Sender Phoenix aber ebenfalls: "Wir diskutieren auch die personelle Aufstellung."
Zu inhaltlichen Fehlern der SPD sagte er, seiner Ansicht nach versuche die SPD, es vielen Menschen recht zu machen, "sodass uns viele so halbgut wählen können, aber es reicht eben nicht". Es müsse ein klarer Kurs gefahren werden, der Orientierung gebe.
Ein Austritt aus der Koalition mit der Union kommt für Klüssendorf nicht infrage. Die SPD habe stets bewiesen, auch in schwierigen Lagen Verantwortung zu übernehmen, sagte er.