CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder hat seine Stimme bei der rheinland-pfälzischen Landtagswahl abgegeben. Der 50-Jährige kam gemeinsam mit Ehefrau Diane in das Wahllokal in ihrem Wohnort Birresborn in der Vulkaneifel.
Die Wahl entscheidet über die Zusammensetzung des neuen Landtags in Mainz und damit auch indirekt darüber, ob Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) im Amt bestätigt wird - oder ob die CDU übernimmt. Schnieder, der jüngere Bruder des deutschen Verkehrsministers Patrick Schnieder, will die CDU nach 35 Jahren wieder in die Staatskanzlei in Mainz führen.
CDU liegt in Umfragen leicht vorn
Knapp drei Millionen Bürger und Bürgerinnen ab 18 Jahren sind wahlberechtigt. Eine Fortsetzung der Ampel-Regierung ist unwahrscheinlich. Die FDP wird nach Vorwahlumfragen voraussichtlich nicht mehr den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen. Am wahrscheinlichsten ist eine große Koalition. Wer diese anführen könnte, ist aber offen.
Die CDU liegt in den Umfragen leicht vor der SPD. In der letzten Umfrage des ZDF-"Politbarometers" kommt die CDU auf 29 Prozent. Das sind zwei Punkte mehr als die regierenden Sozialdemokraten. SPD-Mann Schweitzer ist jedoch deutlich beliebter als Christdemokrat Schnieder.
Die AfD könnte ihr stärkstes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland einfahren. Die Grünen landen voraussichtlich auf Platz vier, sie kamen in der letzten Umfrage auf neun Prozent. Die Freien Wähler kämpfen – wie die FDP – um den Wiedereinzug in den Landtag. Die Linke hat Chancen, es erstmals zu schaffen.