Wegen illegaler Drohnenflüge über kritische Infrastrukturen in Rheinland-Pfalz sind elf Tatverdächtige im vergangenen Jahr ermittelt worden. Die Polizei registrierte insgesamt 47 dieser illegalen Drohnenflüge im Land, wie das Innenministerium auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Fraktion mitteilte. Betroffen sind dabei vielfach auch militärische Anlagen. Eine illegal fliegende Drohne wurde demnach im Jahr 2025 abgewehrt.
Rheinland-Pfalz hat bislang rund drei Millionen Euro in die Drohnenabwehr investiert. Insgesamt werden nach Angaben von Innenminister Michael Ebling (SPD) voraussichtlich sieben bis acht Millionen benötigt, da massiv mehr Drohnen wahrgenommen werden.
Hochauflösende Kamerasysteme
Das Geld fließt vor allem in Systeme zur Erkennung, Verifizierung und Abwehr von Drohnen. Dazu gehören hochauflösende Kamerasysteme, sogenannte Jamming-Gewehre zur Blockierung von Funksignalen, Netzwerferpistolen und KI-gesteuerte Zielsysteme zum Abschießen von Drohnen.
In den ersten zwei Monaten dieses Jahres wurden laut Ministerium 52 Drohnensichtungen registriert. Davon waren zehn über militärischen Liegenschaften sowie neun über kritischer Infrastruktur, etwa Einrichtungen aus dem Energie-, Gesundheits-, Entsorgungs- oder Wassersektor. 2025 waren es 399 Sichtungen im Land.