Wehrdienst 18-Jährige bekommen Post von der Bundeswehr

Wehrdienst ja oder nein? (Symbolbild) Foto: Jens Kalaene/dpa
Wehrdienst ja oder nein? (Symbolbild) Foto
© Jens Kalaene/dpa
Männliche Jugendliche müssen einen Fragebogen ausfüllen. Es geht darum, ob sie generell bereit wären zum Wehrdienst. Im Saarland ist das Interesse groß.

Mitte Januar bekommen die ersten 18-Jährigen im Saarland Post von der Bundeswehr: Sie werden darin aufgefordert, online einen Fragebogen zu beantworten, in dem die generelle Bereitschaft zum Wehrdienst abgefragt wird. Männer müssen den Fragebogen ausfüllen, für Frauen ist das freiwillig - so sieht es das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz vor.

Nach Angaben der Bundeswehr gab es im Saarland bis Ende November vergangenen Jahres 5.800 Erstberatungsgespräche, 2024 waren es 5.640 gewesen. Das waren deutlich mehr als im benachbarten Rheinland-Pfalz, wo bis Ende November nur 1.480 Beratungsgespräche geführt wurden (2024: 1.450). 

Viel Interesse aber wenig Rekruten im Saarland 

Bis zu diesem Datum wurden allerdings nur 300 Rekruten im Saarland neu eingestellt, 2024 waren es 230 gewesen. In Rheinland-Pfalz zählte die Bundeswehr bis zu diesem Tag 1.490 Rekruten (2024: 1.250). "Für viele ist dieser Weg eine Möglichkeit, Verantwortung für die Sicherheit des Landes zu übernehmen", sagte eine Sprecherin der Bundeswehr in Köln.

Auf der anderen Seite entscheiden sich auch immer mehr Jugendliche, vorsorglich den Wehrdienst zu verweigern. Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) bietet dafür Beratung an - und berichtet von stark steigender Nachfrage. "Wir gehen davon aus, dass es ab Januar noch deutlich mehr werden, wenn die Briefe ankommen", sagt Jörg Rode vom Frankfurter Beratungskollektiv.

dpa

Mehr zum Thema