Der verfrühte Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt kann nach Ansicht von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst die anstehende Landtagswahl beeinflussen. "Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Menschen in einem halben Jahr schon merken, wer ihr Ministerpräsident ist – und ob er seine Arbeit gut macht", sagte der CDU-Politiker der Rheinischen Post (Samstag).
2021 war er, wie nun sein neuer sachsen-anhaltischer Amtskollege Sven Schulze (CDU), verfrüht zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Wenige Monate später gewann er als Amtsinhaber die Landtagswahl.
Mit der "souveränen Wahl" von Schulze gebe es "noch mal ein neues Momentum", so Wüst. In Sachsen-Anhalt ist die AfD derzeit stark - und könnte auch bei der Landtagswahl viele Wählerstimmen bekommen. Der Ministerpräsident könnte dagegenwirken, so Wüst. "Rainer Haseloff hat eine großartige Arbeit geleistet und das demokratische Lager hinter sich versammelt, als Bollwerk gegen den Extremismus. Das wird Sven Schulze auch gelingen."