Natur
Weniger Schadholz in Sachsen-Anhalts Wäldern

Deutlich weniger Schadholz: In Sachsen-Anhalts Wäldern entspannt sich die Lage nach den Krisenjahren langsam. (Symbolbild) Foto:
Deutlich weniger Schadholz: In Sachsen-Anhalts Wäldern entspannt sich die Lage nach den Krisenjahren langsam. (Symbolbild) Foto
© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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Nach Jahren massiver Schäden gibt es in Sachsen-Anhalts Wäldern Anzeichen für Entspannung. Der Anteil an Schadholz ist deutlich gesunken - doch eine Ursache bleibt weiterhin ein Problem.

In Sachsen-Anhalts Wäldern ist 2025 deutlich weniger Holz wegen Schäden gefällt worden als noch in den Jahren zuvor. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, lag der Anteil des sogenannten Schadholzes am gesamten Holzeinschlag bei 20,7 Prozent und damit leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 22,1 Prozent.

Insgesamt wurden rund 1,17 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Das ist nur etwa halb so viel wie im Rekordjahr 2020, als extreme Waldschäden zu einem deutlich höheren Einschlag geführt hatten. Damals lag der Anteil des Schadholzes sogar bei mehr als 80 Prozent.

Insekten bleiben Hauptursache

Hauptursache für die Schäden war auch 2025 wieder Insektenbefall. Allerdings hat sich die Lage entspannt: Mit rund 105.800 Kubikmetern lag der Wert des dadurch geschlagenen Holzes nur noch etwa halb so hoch wie im Jahr zuvor und weit unter den Spitzenwerten von 2020 und 2021.

Den größten Anteil am Holzeinschlag hatten Kiefern und Lärchen mit gut 70 Prozent. Laubhölzer wie Buche machten rund 15 Prozent aus, Eichen knapp über 10 Prozent.

Holz überwiegend wirtschaftlich genutzt

Ein Großteil des Holzes wird wirtschaftlich genutzt: Knapp die Hälfte ist Stammholz für die Säge- und Furnierindustrie, weitere rund 44 Prozent gehen als Industrieholz etwa in die Papier- oder Holzwerkstoffproduktion. Nur ein kleiner Teil wird als Energieholz verwendet oder bleibt ungenutzt.

Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich die Wälder in Sachsen-Anhalt nach den massiven Schäden der vergangenen Jahre etwas stabilisiert haben.

dpa