Arbeitsmarkt
Arbeitslosigkeit in Sachsen bleibt auf relativ hohem Niveau

Die Arbeitslosigkeit in Sachsen ist im Februar kaum verändert geblieben (Symbolbild). Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Die Arbeitslosigkeit in Sachsen ist im Februar kaum verändert geblieben (Symbolbild). Foto
© Sebastian Kahnert/dpa
Am Arbeitsmarkt im Freistaat gibt es wenig Bewegung. Und eine Trendwende ist noch nicht in Sicht. Betroffene sollen weiter auf die Unterstützung der Arbeitsagenturen bauen.

Die Arbeitslosigkeit in Sachsen verharrt auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Im Februar waren im Freistaat 157.538 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Das sind 51 Personen mehr als im Januar und knapp 7.300 oder 4,8 Prozent mehr als im Februar 2025. Damit liegt die Arbeitslosenquote weiterhin bei 7,3 Prozent. 

Lage unverändert schwierig

"Die Arbeitslosigkeit steigt nicht weiter, wenngleich die Beschäftigung abnimmt und die Nachfrage nach Arbeitskräften auf geringem Niveau verharrt. Damit ist die Lage am Arbeitsmarkt unverändert schwierig und vor allem geprägt von wirtschaftlichen Unsicherheiten", erklärte Klaus-Peter Hansen, Chef der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit. 

Hansen zufolge ist eine Trendwende nicht absehbar. "Umso wichtiger ist es, dass die Menschen und Arbeitgeber weiter auf unsere Arbeit und Unterstützung bauen. Allein in den vergangenen vier Wochen konnten über 13.000 Menschen mit unserer Unterstützung eine Arbeit oder Qualifizierung aufnehmen."

Höchster Arbeitslosenstand im Februar seit 2017 

Im langjährigen Vergleich erreichte die Arbeitslosenquote mit 7,3 Prozent den höchsten Stand in einem Februar seit 2017. Damals lag sie bei 7,6 Prozent. Von den 157.538 Arbeitslosen suchen 71.483 eine Beschäftigung als Fachkraft und 81.083 als Helfer. 

Die 13 Jobcenter betreuen aktuell 95.728 arbeitslose Frauen und Männer und die elf sächsischen Agenturen für Arbeit 61.810 Betroffene. Jobcenter kümmern sich um Menschen, die keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben und Bürgergeld empfangen.

Arbeitslosenquote reicht von bis 5,9 bis 9,9 Prozent 

Innerhalb der sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im Monatsverlauf unterschiedlich. Den größten Zuwachs gab es in Zwickau (plus 0,7 Prozent), in Nordsachsen (plus 0,5 Prozent) und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (plus 0,4 Prozent). 

Bei der Arbeitslosenquote reicht die Spanne von 5,9 Prozent im Landkreis Meißen bis 9,9 Prozent in der Stadt Chemnitz. Dresden steht mit 7,3 Prozent zu Buche, Leipzig mit 6,7 Prozent. 

Laut Statistik waren im Dezember 2025 nach jüngsten Hochrechnungen rund 1,63 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren rund 16.100 weniger als im Dezember 2024. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe (minus 9.900), in der Zeitarbeit (minus 4.400) sowie im Handel und der Instandhaltung (minus 3.400) gab es einen personellen Aderlass. 

Arbeitskräftenachfrage: knapp 30.700 freie Stellen

Im Februar haben die sächsischen Betriebe insgesamt 6.398 freie Stellen neu gemeldet. Das waren rund 1.000 mehr als im Januar und 206 mehr als im Februar 2025. Insgesamt sind in den hiesigen Arbeitsagenturen und Jobcentern 30.681 freie Stellen registriert.

dpa

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