Archäologischer Fund
Sondengänger entdeckt Bronzezeit-Ringe

Ein Sondengänger hat am Stadtrand von Dresden mehrere Ringe aus der späten Bronzezeit aufgespürt. Foto: -/Landesamt für Archäolo
Ein Sondengänger hat am Stadtrand von Dresden mehrere Ringe aus der späten Bronzezeit aufgespürt. Foto
© -/Landesamt für Archäologie Sachsen/dpa

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Schon in der Bronzezeit stellten Menschen mit Schmuck ihren Wohlstand zur Schau. Einige solcher Stücke wurden nun am Stadtrand von Dresden entdeckt. Das hat es damit auf sich.

Ein Sondengänger hat am Stadtrand von Dresden mehrere Ringe aus der späten Bronzezeit entdeckt. Der Fund umfasse sechs gerippte Ringe und ein Ringfragment, teilte das Landesamt für Archäologie mit. Dabei handle es sich um zwei Arm- und vier Beinringe aus Bronze mit einem Gewicht von 837 Gramm. "Vergleichbare Arm- und Beinringe finden sich in ganz Mitteleuropa. Sie gehörten zur zeitüblichen Tracht der Menschen und stellten Wohlstand zur Schau", so die Experten. 

Den Fachleuten zufolge wurden die Schmuckgegenstände dereinst absichtlich dort abgelegt - möglicherweise als Opfergabe an eine uns unbekannte Gottheit. Der ehrenamtliche Sondengänger habe die Objekte im Boden belassen und das Landesamt informiert. Damit habe er sich vorbildlich verhalten, hieß es. So habe ein Team aus Wissenschaftlern und Grabungstechnikern die Stücke fachgerecht bergen können. Nun würden sie gereinigt, registriert und restauriert.

Sondengänger suchen mit Metalldetektoren nach verborgenen Gegenständen. Den Angaben zufolge ist dies in Sachsen genehmigungspflichtig. Der Finder der Ringe sei vom Landesamt für Archäologie zertifiziert gewesen.

Infos des Landesamtes für Archäologie für Sondengänger

dpa