Der sehr kalte Januar hat in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu einem deutlich höheren Heizenergieverbrauch geführt. Wie aus einer Auswertung des Energiedienstleisters Techem hervorgeht, wurde in allen drei Bundesländern erheblich mehr geheizt als in den Vorjahren - mit spürbaren Folgen für die Heizkosten vieler Haushalte.
Thüringen mit stärkstem Anstieg
Besonders stark fiel der Anstieg in Thüringen aus. Dort lag der Heizenergieverbrauch im Januar 2026 um 34,5 Prozent über dem Wert des Januars 2025. Damit wurde in keinem anderen Bundesland mehr geheizt. Es folgen Brandenburg und Berlin, anschließend Sachsen. Entsprechend deutlich fällt die Kostenprognose aus: Techem rechnet für Thüringen mit einem Plus der Heizkosten von 31,7 Prozent gegenüber Januar 2025.
Auch in Sachsen wurde im Januar deutlich mehr Heizenergie verbraucht. Nach Techem-Angaben lag der Verbrauch 16,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Für die Heizkosten prognostiziert der Energiedienstleister einen Anstieg von 14 Prozent.
In Sachsen-Anhalt fiel der Zuwachs beim Heizverbrauch im Vergleich moderater aus. Dort wurde im Januar 2026 um 10,5 Prozent mehr Heizenergie verbraucht als ein Jahr zuvor. Die Heizkosten dürften laut Prognose um 8,1 Prozent steigen.
Auswertung basiert auf Hunderttausenden Wohnungen
Für die Auswertung hat Techem nach eigenen Angaben Verbrauchsdaten aus rund 324.000 Wohnungen in den drei Bundesländern herangezogen. In Sachsen flossen Daten aus knapp 153.000 Wohnungen ein, in Sachsen-Anhalt aus rund 99.000 und in Thüringen aus gut 71.500 Wohnungen. Berücksichtigt wurden alle gängigen Energieträger.
Die Kostenberechnung basiert auf den durchschnittlichen Energiepreisen der jeweiligen Jahre. Da sich die Preise für Endverbraucher in der Regel nicht monatlich ändern, handelt es sich um eine Hochrechnung auf Grundlage der tatsächlich gemessenen Verbräuche und der vorliegenden Jahrespreise.
Bundesweit ebenfalls deutlich mehr geheizt
Bundesweit war im Januar 2026 ebenfalls deutlich mehr geheizt worden. Nach Techem-Angaben stieg der Heizenergieverbrauch in Deutschland insgesamt um 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Heizkosten dürften um 10,3 Prozent höher liegen.