Die spanische Sopranistin Nuria Rial hat den Dresdner Musikfestspielen eine Sternstunde beschert. Gemeinsam mit dem Ensemble Les Cornets Noirs bot die Ausnahmesängerin in der Frauenkirche ein Programm mit Werken frühbarocker italienischer Meister.
Wie Rial mit ihrer reinen und zugleich warmen Stimme die Arien von Komponisten wie Claudio Monteverdi, Alessandro Grandi oder Giovanni Legrenzi interpretierte, faszinierte das Publikum in der gut gefüllten Kirche hörbar. Zwischen den Stücken und am Ende gab es lautstarken Applaus.
Frauenkirche erweist sich als idealer Klangraum
Rial und ihr fünfköpfiges Ensemble - die Musiker sind allesamt an der Schola Cantorum Basiliensis, dem Lehr- und Forschungsinstitut für Alte Musik an der Musikakademie Basel, ausgebildet - bedankten sich mit einer Zugabe. Auch die Akustik in der Frauenkirche, die für viele Besetzungen eher ungeeignet ist, spielte mit und ermöglichte ein Klangerlebnis der besonderen Art.
Musikfestspiele 2026 pflegen die "Leichtigkeit des Seins"
Die Musikfestspiele in Dresden gehören zu den bekanntesten deutschen Klassikfestivals und haben sich auch anderen Sparten wie dem Jazz, Tanz und Rock geöffnet. Inzwischen genießen sie einen guten Ruf in ganz Europa und präsentieren jedes Jahr von Mitte Mai bis Mitte Juni neben Stars der Szene auch viele Künstlerinnen und Künstler, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen. In diesem Jahr steht das Festival unter dem Motto "Leichtigkeit des Seins". Bis 14. Juni sind insgesamt 64 Konzerte und Veranstaltungen geplant.