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"Wer stiehlt mir die Show?" Douze Points! Anke Engelkes furiose Hommage an den ESC

Anke Engelke und Conchita Wurst
Anke Engelke und Conchita Wurst bei "Wer stiehlt mir die Show?"
© ProSieben
Es war eine Sternstunde des Fernsehens: Bei der Eröffnung von "Wer stiehlt mir die Show" imitierte Anke Engelke den Eurovision Song Contest - und holte sich dafür prominente Verstärkung.

Wer am Dienstagabend ProSieben eingeschaltet hat, um die neue Folge von "Wer stiehlt mir die Show?" zu sehen, wird sich verwundert die Augen gerieben und gedacht haben: Nanu, ist denn schon Mai?

Denn anstelle des erwarteten Vorspanns der von Joko Winterscheidt erfundenen Sendung erklang die Eurovisions-Hymne. Dann sprach eine altbekannte Stimme zu den Zuschauern: "Berlin ist heute der Austragungsort für den ganz großen Traum dieser jungen Frau: Anke Engelke."

Es war Peter Urban, der legendäre Kommentator des Eurovision Song Contest, der die Zuschauer auf das einstimmte, was sie in den kommenden 200 Minuten erwartet: "Jokos altes Gammelquiz soll einmal so erstrahlen wie Europas größte Musikparty."

"WSMDS": Anke Engelke imitiert den ESC

Was dann kam, war eine bis in die Details so liebevolle, gekonnte und beeindruckende Hommage auf den Eurovision Song Contest, dass es nicht nur hartgesottenen Fans dieses Wettbewerbs die Tränen in die Augen trieb. Die Moderatorin Engelke betrat die Bühne in einem eleganten roten Kleid und begrüßte das Fahnen schwenkende Studiopublikum mit "Good Evening Europe". Eine Erfahrung, die sie selbst bereits machen durfte: 2011 moderierte Anke Engelke zusammen mit Stefan Raab und Judith Rakers den ESC in Düsseldorf.

Dann kündigte sie die erste Künstlerin des Abends an - sich selbst: "Sie ist nicht nur die klügste Frau, der ich jemals  begegnet bin. Nein, sie ist auch die schlauste." Engelke sprintete herüber auf die Konzertbühne, ihr Outfit entpuppte sich als Trickkleid, darunter verbarg sich ein langes, goldenes Kleid, wie es Conchita Wurst 2014 bei seinem ESC-Sieg mit "Rise like a Phoenix" getragen hatte.

Und dieses Lied war es auch, das Engelke nun anstimmte - freilich mit einem neuen Text, in dem sie den eigentlichen Host Joko Winterscheidt, von dem sie vergangene Woche die Show gestohlen hatte, in die Pfanne haute: 

Joko Sonnenkönig
Er lädt ein, er hält Hof
Doch im Team schätzt man ihn wenig
Alle halten ihn für doof.

Auch die beiden übrigen Teilnehmer bekamen ihr Fett weg:

Mark Forster ist ein Bluffer
Denkt die Brille macht ihn schlau
Simonetti ist noch döfer
Haare super, Wissen mau.

Im Refrain trat sie dann noch einmal nach: "Joko weiß eh nix, Mark und Ricardo sind so schlau wie zwei Kürbis. Moderieren ist kein Spaß. Kapierst du das?" Dann kündigte sie den Stargast des Abends ein: niemand geringeren als Conchita Wurst persönlich, der dann übernahm, gemeinsam sangen beide zum Schluss noch einmal den Refrain.

Zwei Wochen nach Mark Forsters Fußball-Show liefert "WSMDS" einen weiteren Höhepunkt und beweist, dass das lineare TV nicht tot ist: So lange es Formate wie dieses gibt mit Gästen, die Lust auf die ganz große Showbühne haben - so lange werden Menschen mit Begeisterung den Fernseher einschalten. Danke Anke!


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