Sucht
Mehr Methamphetamin-Fälle – Suchthilfe warnt vor Folgen

Laut Suchtbericht liegt der Konsum von Methamphetamin in Sachsen weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt. (Symbolbild) Fo
Laut Suchtbericht liegt der Konsum von Methamphetamin in Sachsen weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt. (Symbolbild) Foto
© Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
Alkohol bleibt Hauptursache für Suchtbehandlungen in Sachsen. Der aktuelle Bericht zeigt aber auch steigende Behandlungszahlen nach Methamphetamin-Konsum.

Der Anstieg von Behandlungen wegen des Konsums von Methamphetaminen wie Crystal Meth bereitet der Sächsischen Suchthilfe Sorge. Im Vorjahr stiegen die stationären Behandlungszahlen im Vergleich zu 2024 um 17 Prozent an, wie aus dem Suchtbericht 2025 hervorgeht. Demnach liegt der Konsum von Methamphetamin in Sachsen weiterhin deutlich über dem Bundesdurchschnitt. 

Der Großteil der Ratsuchenden kommt bereits mit einer Abhängigkeitserkrankung in die Beratung, wie es hieß. Die gesundheitlichen Folgeschäden des Nervensystems oder der Entwicklung einer Schizophrenie durch jahrelangen Konsum seien alarmierend. Die Bemühungen, den Konsum von Crystal Meth in Sachsen einzudämmen, frühzeitig zu informieren und von Konsum Betroffene zu unterstützen, dürften nicht nachlassen.

Alkohol dominiert weiterhin die Suchtstatistik

Nach wie vor ist laut dem Bericht aber Alkohol die Ursache für die meisten Behandlungen. 70 Prozent der stationären Fälle und jede zweite ambulante Beratung stehen im Zusammenhang mit Alkoholproblemen. Mit rund 25 alkoholbedingten Sterbefällen pro 100.000 Einwohner belegt Sachsen im bundesweiten Vergleich den 3. Platz.

dpa