Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sieht sich gut auf die kommende Badesaison in Sachsen vorbereitet. In den vergangenen Monaten wurde intensiv trainiert, neue Einsatzkräfte ausgebildet und Technik sowie Rettungsmittel einsatzfähig gemacht, wie das DRK mitteilte. Im Freistaat kümmern sich mehr als 5.900 Frauen und Männer um die Badesicherheit der Menschen, darunter 71 Jugendgruppen.
Trotz der eher kühlen Badesaison 2025 haben Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer 18 Menschenleben in Sachsen gerettet und in 149 Fällen die Patienten erstversorgt an den Rettungsdienst übergeben. Insgesamt hatten sie 1.769 Einsätze absolviert, etwas weniger als im Jahr 2024.
Mehr Herausforderungen durch größeren Seetourismus
Das DRK betonte, dass sich durch den Ausbau des Wassertourismus im Lausitzer Seenland und des Leipziger Neuseenlandes die Aufgaben erhöht hätten. Mit dem touristischen Wachstum steige auch die Zahl der Menschen, die die Gewässer im Freistaat zum Baden, für Wassersport oder zur Erholung nutzen, hieß es. Die Wasserwacht begrüßt diese Entwicklung und ist bereit, Verantwortung für die Sicherheit an den Gewässern zu übernehmen.
Gleichzeitig halte die Sicherheitsstruktur vielerorts nicht mit dem Wachstum der touristischen Angebote Schritt. Laut DRK sind aktuell von den 35 ausgewiesenen EU-Badegewässern in Sachsen nicht einmal die Hälfte regelmäßig bewacht. Dabei zeige die Erfahrung, dass dort, wo Wasserrettungsstationen besetzt seien, auch die Sicherheit für Badegäste und Wassersportler deutlich steige.