Nach langem juristischen Hin und Her beginnt am Freitag (8.30 Uhr) vor dem Amtsgericht Meiningen das Steuerstrafverfahren gegen den Thüringer Rechtsextremisten Tommy Frenck. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen wirft ihm vor, Steuern in beträchtlicher Höhe hinterzogen zu haben.
Er soll für das Jahr 2017 etwa 141.000 Euro an eigentlich fälligen Steuern nicht abgeführt haben. Dabei gehe es sowohl um Umsatzsteuer- als auch um Gewerbesteuerzahlungen, die der Mann den Ermittlungen nach "verkürzt" haben soll, hieß es in der Vergangenheit von der Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen ist auf die Verfolgung schwerer Wirtschaftskriminalität spezialisiert.
Frenck bestreitet Vorwürfe
Frenck weist die Vorwürfe zurück. "Der Prozess findet augenscheinlich nur aus politischen Gründen statt", teilte er der Deutschen Presse-Agentur vor Prozessbeginn mit. Frenck gilt als wichtige Figur der rechtsextremen Szene nicht nur in Thüringen, sondern auch bundesweit. Bislang sind vier Verhandlungstage angesetzt.