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Argentinien: 18-Jähriger entwickelt App, die Taubstumme kommunizieren lässt

Der 18-jährige Argentinier Mateo Salvatto hat eine spanischsprachige App entwickelt, die die Welt der Taubstummen revolutioniert: Mit "Hablalo" können Gehörlose andere Menschen auf der Straße nach dem Weg fragen.

Zwei Südamerikaner unterhalten sich auf der Straße

Die Kommunikation wird mit der App vereinfacht. Noch ist "Hablalo" jedoch nur auf Spanisch verfügbar (Symbolbild)

Mateo Salvatto aus der Provinz von Buenos Aires, Argentinien, hat mit gerade einmal 18 Jahren eine App entwickelt, die die Welt der Taubstummen revolutioniert: Mit "Hablalo" (zu Deutsch: "Sag' es") können Gehör kommunizieren, berichten argentinische Medien, darunter "La Nación". Die kostenlose Applikation übersetzt Text in Sprache und vice versa. Seit Januar dieses Jahres ist sie auf dem Markt und hat bereits in zehn spanischsprachigen Ländern mehr als 10.000 Downloads erzielt. Bislang ist die App nur auf Spanisch verfügbar, wäre aber sicherlich auch für deutschen Markt interessant.

Der Jungunternehmer, der gerade erst die Oberstufe mit Leistungskurs Elektrotechnik beendet hat, interessierte sich schon früh für Technologien, die sich mit Sprache befassen. Denn seine Mutter ist Gebärdensprachdolmetscherin und unterrichtet Gehörlose. 

Mit Elektrotechnik der Gesellschaft helfen

Im Januar auf den Markt gebracht, erlangte Mateo Salvatto mit seiner App schnell große Bekanntheit - er war bereits in einigen TV-Shows zu Gast. Der 18-Jährige ruht sich jedoch auf dem Erfolg nicht aus, sondern möchte die Technologie der App stets verbessern und weitere Projekte für Behinderte in Angriff nehmen. In einem Interview sagte er: "Als Elektrotechniker lernt man zunächst alles über Elektronik und Programmierung - das hat nichts mit sozialen Aspekten zu tun. Ich möchte jedoch die Verbindung schaffen und der Gesellschaft mit meinem Wissen helfen. Dadurch dass meine Mutter Taube unterrichtet, dreht es sich beim Abendessen um nichts anderes. Eines Tages sagte ich: 'Ich möchte die Technologie schaffen, um diesen Menschen zu helfen.'"

Das Video zeigt, wie die App funktioniert. Zum einen übersetzt die App Text in Sprache. Eine taubstumme Person schreibt in das Textfeld, was sie beispielsweise eine Person auf der Straße fragen möchte. Etwa: "Wo ist die nächste Apotheke?" Drückt man auf einen Knopf, liest die App den Text laut vor. Antwortet die Person, spricht sie via einem anderen Button die Antwort ins Handy, das die Antwort in Text übersetzt. Das Ganze funktioniert auch ohne Internetverbindung. 

"Gehörlose müssen auch über schreiende Kinder und Türklingeln alarmiert werden"

"Jeder weiß, dass diese Technologie nichts neues ist. Nur hat sie noch niemand zuvor in einer App zusammengefasst und für Gehörlose aufbereitet", erklärt Mateo Salvatto. "Außerdem geht es nicht nur darum, die Kommunikation zwischen Taubstummen und gesunden Menschen zu ermöglichen, sondern auch Geräusche in der Umgebung darzustellen. Wenn ein Gehörloser Auto fährt, ist es wichtig, dass er Warnsignale erkennt, wie beispielsweise herannahende Krankenwagen. Genauso fehlt bislang die Technologie, dem Gehörlosen darzustellen, dass es an der Tür klingelt oder das Baby weint." In dem Gebiet möchte Mateo Salvatto die derzeit werbefinanzierte App noch weiterentwickeln und eine Art Alarm kreieren.

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dm

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.