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Mythos oder Wahrheit Die Steinmeier-Legende: Kann man über Nacht ergrauen?

Zu diesem Mythos haben einige berühmte Persönlichkeiten beigetragen, die angeblich über Nacht ergrauten. Königin Marie Antoinette soll in der Nacht vor ihrer Hinrichtung ergraut sein. Karl Marx wich nach dem Tod seines achtjährigen Sohnes die Farbe aus den Haaren.
Wie entstehen graue Haare?
Die Melanozyten - pigmentbildende Zellen - stellen die Farbpigmente im Haar her. Mit dem Alter geht die Pigmentproduktion zurück. Es wird nicht mehr ausreichend Melanin gebildet. Stattdessen lagern sich Sauerstoffbläschen ins Haar ein. Wird dann das Licht durch sie gebrochen, erscheint das Haar weiß - allerdings nicht grau. Grau werden die Haare nur durch Restpigmente.
Wann man die ersten grauen Strähnen entdeckt, ist größtenteils genetisch bedingt.
Aber Stress kann durchaus ein Co-Faktor sein, der Auswirkungen bis in die Haarwurzeln hat. Die Botenstoffe der Stresshormone können Einfluss auf die Pigmentbildung haben. Allerdings nicht über Nacht, sondern schleichend: Die Farbe verschwindet nicht plötzlich. Die Pigmente werden nur nicht mehr in die integriert.
Man braucht also keine Angst davor zu haben, morgens plötzlich mit grauen Haaren aufzuwachen. Da Haare im Monat nur etwa 1 cm wachsen, wächst somit auch die Haarfarbe langsam heraus. Was also tun, um das Ergrauen möglichst lange aufzuschieben? Schützen kann man seine Haarpracht durch die Reduzierung von Stress, gesunde Ernährung, Sport, Verzicht auf das Rauchen und auf zu viel Sonne.
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Schon einmal morgens kritisch in den Spiegel geschaut und sich gefragt, ob die ganzen grauen Haare am Vortag auch schon da waren? Kann man wirklich über Nacht ergrauen? Die Fakten hinter dem Mythos.

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