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Vater reicht Klage ein Haben zwei Liter Monster-Energydrink einen 19-Jährigen getötet?

Vater reicht Klage ein: Haben zwei Liter Monster-Energydrink einen 19-Jährigen getötet?
© dpa
Dustin Hood trank innerhalb von 24 Stunden mehr als zwei Liter des Energydrinks von Monster - und starb. Nun verklagt sein Vater den Hersteller auf Schmerzensgeld.

Die leistungssteigernde Wirkung von Energydrinks ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Immer wieder zeigen Studien, dass die Getränkesorte es in sich hat. Nicht nur in Kombination mit Alkohol können die Drinks gefährlich werden. Kinder, Schwangere und koffeinempfindliche Personen sollen Red Bull und Co. meiden - so steht es auf den Dosen. Auch die Stiftung Warentest warnt seit Jahren vor der Koffein-Brause.

Der 19-jährige Dustin Hood aus den USA hatte innerhalb kürzester Zeit dreieinhalb Dosen (je 680 Milliliter) des Energydrinks Monster getrunken und danach Basketball gespielt, berichtet "TMZ". Mehr als zwei Liter in 24 Stunden - und dazu die körperliche Bewegung - das war zu viel: Der Junge brach zusammen und kollabierte. Die konsumierte Limonadenmenge entsprach 14 Cola-Dosen zu je 0,3 Liter. Hood wurde ins Krankenhaus gebracht, doch die Ärzte konnten nicht mehr helfen. Dustin Hood starb in der Klinik aufgrund von Herzrhythmusstörungen, ausgelöst durch eine Überdosis Koffein. 

Monster Energydrink auf Schmerzensgeld verklagt

Der Vorfall ereignete sich bereits im Jahr 2015, doch erst jetzt reichte der Vater des Jungen in den USA Klage gegen das Unternehmen Monster Beverage. Er fordert Schmerzensgeld in unbekannter Höhe von dem Energydrink-Hersteller.

Es ist nicht der erste Todesfall der mit dem Getränk in Verbindung gebracht wird. 2011 war die 14-jährige Us-Amerikanerin Anais Fournier an Herzrhythmusstörungen nach zwei Dosen des Energydrinks von Monster Beverage verstorben. Auch hier reichte die Familie Klage ein. Das Unternehmen wehrte sich damals gegen die öffentlichen Anschuldigungen der Mutter. Der Hersteller wies darauf hin, dass er nicht "in irgendeiner Weise" für den Tod des Mädchens verantwortlich sei. Tatsächlich soll das Mädchen an einer Krankheit gelitten haben, die die Blutgefäße schwächt.

Tod durch Energydrink

Insgesamt fünf Todesfälle soll die US-Lebensmittelaufsicht bis 2012 im Zusammenhang mit Monster-Energydrinks untersucht haben, berichtete de "New York Times". Auch danach gab es immer wieder Vorfälle mit dem Koffein-Getränk. In den Fälle, die vor Gericht landete - wie beim Tod von Alex Morris (19), Shane Felts (42) und Anais Fournier (14) - einigte man sich meist durch eine Vergleichszahlung der Firma an die Hinterbliebenen in unbekannter Höhe. 


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