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Gesunder Milchersatz: Stiftung Warentest prüft Sojamilch - 5 Drinks kassieren ein "Mangelhaft"

Sie sind pflanzlich und reich an Eiweiß: Sojadrinks gelten als gesund. Zu Recht? Stiftung Warentest hat die Drinks unter die Lupe genommen - und zieht ein durchwachsenes Fazit. Jeder dritte Drink kassiert im Test ein "Mangelhaft". 

Schale mit Sojamilch und Müsli

Stiftung Warentest hat Sojadrinks geprüft

Picture Alliance

Wer auf Milch verzichten möchte, greift meist zu Sojadrinks. Das Bohnengetränk ist die Nummer eins der Milchalternativen. Und dafür gibt es gute Gründe: Sojadrinks sind reich an hochwertigem Eiweiß, cholesterinfrei und rein pflanzlich. Supermärkte und Drogerien haben längst auf die Nachfrage reagiert und bieten ein großes Sortiment an: Sojadrinks gibt es als Bio-Produkte zu kaufen und wahlweise mit oder ohne Kalzium-Zusatz. 

Haben Sojadrinks ihr gutes Image verdient? Dieser Frage ging Stiftung Warentest nach und hat 15 Drinks ins Labor geschickt. Dabei zeigten sich große Unterschiede in der Qualität. Die positive Nachricht: Im Test schneidet rund jedes zweite Getränk mit der Testnote "Gut" ab. Das bedeutet: Die Drinks schmecken den Testern, sie liefern wertvolle Nährstoffe und enthalten keine bedenklichen Schadstoffgehalte. Fünf der 15 Drinks fallen jedoch durch. Sie kassieren ein "Mangelhaft".

Marktführer Alpro liefert gute Ergebnisse

Testsieger ist der "Bio Soja Drink" von Berief (Testergebnis 1,9). Er kostet 1,29 Euro pro Liter. Der Sojadrink konnte sowohl im Geruchs- wie auch im Geschmackstest mit einer "leichten Mandel- und Röstnote" überzeugen. Der Drink schmeckt leicht süßlich und hinterlässt ein "leicht sämiges" Gefühl im Mund, schreibt Warentest.

Auch Marktführer Alpro punktet: Er hat drei als "gut" bewertete Drinks im Sortiment, darunter zwei Alpro-Drinks und einen Drink der Marke Promavel. 

"Mangelhaft" schneidet dagegen der Sojadrink von dm ab. "Er entpuppte sich als ungenießbar", heißt es im aktuellen Testbericht. Der Grund: Im Sojadrink hatte sich das Bakterium Cellulosimicrobium cellulans breit gemacht. Das Getränk roch verdorben und den Testern bot sich ein unappetitliches Bild: Der Drink erinnerte optisch an geronnene Milch mit Klumpen. 

Nickel und Chlorat im Sojadrink

Weil das Bakterium sehr stoffwechselaktiv ist und Nährstoffe umbauen kann, könnte der Drink auch aus gesundheitlicher Sicht schaden - und bei sensiblem Darm zu Unwohlsein führen. Die Drogeriekette wurde schon vorab über das Testergebnis informiert.  Dm hat die belastete Charge im April aus dem Verkauf genommen.

Den anderen mangelhaften Drinks wurden hohe Nickel- oder Chloratgehalte zum Verhängnis. Schon ein Glas des belasteten Drinks am Tag reicht demnach aus, um die Menge an Nickel oder Chlorat aufzunehmen, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit gerade noch als akzeptabel gilt. Nickelfunde haben oft eine natürliche Ursache: Die Sojapflanze nimmt das Schwermetall aus dem Boden auf und reichert es in der Bohne an. Vor allem die Bio-Produkte im Test fielen mit hohen Nickelgehalten auf.

Der Sojadrink "Drinho Soya Bean Milk" aus dem Asiamarkt enthielt Chlorat in "gesundheitlich bedenklicher Menge". Eine mögliche Ursache: Gechlortes Wasser, das bei der Produktion zum Einsatz kam. Warentest rät vom Kauf und Verzehr ab - Testnote "Mangelhaft". 

Sojadrink - mit oder ohne Kalzium?

Bleibt noch die Frage zu klären, ob Drinks mit oder ohne Kalzium besser sind. Fakt ist: Sojabohnen enthalten von Natur aus kaum Kalzium. Daher schneiden Drinks, die mit dem Mineralstoff angereichert wurden, aus ernährungsphysiologischer Sicht etwas besser ab. "Ein Glas von ihnen deckt etwa ein Drittel des Tagesbedarfs an Kalzium eines Erwachsenen", schreibt Warentest. Vor allem für Veganer seien angereicherte Sojadrinks daher die bessere Wahl.

Den vollständigen Test und alle Prüfergebnisse können Sie gegen Gebühr hier einsehen.

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ikr
Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?