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Fortschritt in der Forschung Ebola-Impfstoff erfolgreich an Affen getestet


Die Ebola-Epidemie hat mehrere westafrikanische Länder fest im Griff. Hoffnung auf Besserung macht ein an Primaten getesteter Impfstoff. Dieser würde sogar eine "dauerhafte" Immunisierung aufweisen.

Im Kampf gegen Ebola haben Wissenschaftler an Affen erfolgreich einen Impfstoff getestet. Wie die Forscher in der Zeitschrift "Nature Medicine" berichteten, habe das Mittel auf Basis eines bei Schimpansen und Makaken vorkommenden Grippe-Virus den Primaten "kurzfristig einen vollkommenen Schutz und langfristig einen teilweisen" beschert. Affen, die nach kurzer Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten hätten, hätten sogar eine "dauerhafte" Immunisierung aufgewiesen.

Den Autoren der Studie zufolge ist es das erste Mal, das es gelungen ist, einen dauerhaften Impfschutz gegen Ebola vorzuführen. Sollte der Impfstoff zugelassen werden, könnte er den Menschen in den betroffenen Ländern helfen, schrieben sie. Das Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) in den USA hatte angekündigt, dass Anfang September mit der Erprobung von Impfstoffen an Menschen begonnen werde. Der Impfstoff auf Basis eines Schimpansen-Virus (ChAd3) wurde von einem Team unter Leitung von NIAID-Expertin Nancy Sullivan entwickelt.

USA schickt Soldaten Ebola-Gebiete

US-Präsident Barack Obama kündigte unterdessen an, US-Soldaten als Ebola-Helfer in die betroffenen westafrikanischen Länder zu entsenden. Die US-Streitkräfte würden unter anderem mit Quarantäne-Einheiten und Ausrüstung helfen, sagte Obama dem Sender NBC in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview.

Die Ebola-Epidemie hat mehrere Länder in Westafrika derzeit fest im Griff. Laut UN-Angaben gibt es bereits mehr als 2000 Todesfälle und insgesamt 4000 Infizierte. Besonders betroffen sind Liberia, Guinea und Sierra Leone. Die Opferzahl der aktuellen Ebola-Epidemie in Westafrika übersteigt inzwischen die Gesamtzahl der Opfer aller früheren Ausbrüche der Krankheit seit deren Entdeckung im Jahr 1976.

stb/AFP AFP

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