Gefahr Bakterien zunehmend gegen Antibiotika resistent


Die zunehmende Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika beunruhigt die Gesundheitsbehörden. Erstmals wurde ein Bakterienstamm beschrieben, der gegen das hochpotente Antibiotikum Vancomycin resistent ist.

Die zunehmende Resistenz von Bakterien gegen Antibiotika beunruhigt die Gesundheitsbehörden. Erstmals beschrieb das Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) nun ein Stamm von Staphylococcus aureus, der gegen das hochpotente Antibiotikum Vancomycin resistent ist. Eine 40-jährige Frau aus dem US-Staat Michigan sei im vergangenen Sommer nach einer Amputation mit den Bakterien angesteckt worden und habe daraufhin Hautinfektionen entwickelt, berichtet die Fachzeitschrift "British Medical Journal".

Vancomycin war bis vor kurzem das einzige sichere Antibiotikum gegen Staphylokokken. 1997 wurde erstmals ein Stamm von Staphylococcus aureus mit verminderter Empfänglichkeit gegen Vancomycin beschrieben. Mittlerweile sind die US-Gesundheitbehörden dem Bericht zufolge auf einen zweiten Fall von Vancomycin-resistenten Staphylokokken im US-Staat Pennsylvania aufmerksam geworden.

Angesichts dieser Entwicklung fordert CDC-Direktorin Julie Gerberding einen verantwortungsbewussteren Umgang mit Antibiotika, um der Entwicklung resistenter Bakterienstämme vorzubeugen. Fast alle Stämme von Staphylococcus aureus sind mittlerweile resistent gegen Penicillin. Die Bakterien leben normalerweise auf der menschlichen Haut, können aber in den Körper eindringen und schwere Krankheiten hervorrufen.


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