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Bundesverwaltungsgericht: Schmerzpatient darf Cannabis zuhause anbauen

Ein an Multipler Sklerose erkrankter Mann darf zuhause Cannabis anbauen, um sich damit zu therapieren. Das neue Gerichtsurteil könnte den Weg für andere Schmerzpatienten freimachen.

Eine Cannabispflanze mit deutlich sichtbaren Kristallen des psychedelischen Wirkstoffes THC

Eine Cannabispflanze mit deutlich sichtbaren Kristallen des psychedelischen Wirkstoffes THC

Das Bundesverwaltungsgericht hat erstmals einem unheilbar krankem Mann den Eigenanbau von Cannabis zu Selbsttherapie ausnahmsweise erlaubt. Mit dem Urteil wurde das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verpflichtet, dem an Multipler Sklerose Erkrankten eine Ausnahmeerlaubnis zum Cannabisanbau zu erteilen, "weil das Betäubungsmittel für seine medizinische Versorgung notwendig ist und ihm keine gleich wirksame und erschwingliche Therapiealternative zur Verfügung steht", entschieden die Richter am Mittwoch. (Az. 3 C 10.14)

Der 52-jährige Kläger leidet seit über 30 Jahren an der unheilbaren Nervenkrankheit und behandelt die Symptome seit etwa 1987 durch die Einnahme von Cannabis. Den Antrag des Klägers auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung zum Anbau von Cannabis lehnte das Bundesinstitut 2007 und 2010 jedoch ab. Zu Unrecht, wie nun die Leipziger Richter entschieden: Laut Gesetz könne die Behörde solch eine Anbau-Erlaubnis erteilen, wenn dies im "öffentlichen Interesse" sei.

Cannabis führe bei Kläger zu erheblicher Linderung

Dies treffe auf den schwer kranken Kläger zu, weil die Einnahme von Cannabis bei ihm zu einer erheblichen Linderung seiner Beschwerden führe und ihm derzeit kein gleich wirksames und für ihn erschwingliches Medikament zur Verfügung stehe. Der Erwerb von so genanntem Medizinalhanf aus der Apotheke komme für den Rentner nicht in Betracht, da seine Krankenkasse die Kostenübernahme von rund 400 Euro monatlich wiederholt abgelehnt habe. Eine Eigenfinanzierung ist ihm demnach mit seiner Erwerbsunfähigkeitsrente von rund 900 Euro monatlich nicht möglich.

Bei dem Kläger besteht laut Urteil auch keine Gefahr des Missbrauchs. Wegen seiner jahrelangen Eigentherapie habe er inzwischen "umfassende Erfahrungen" zur Wirksamkeit und Dosierung der von ihm angebauten Cannabissorte. Außerdem stünden der Anbau und die Therapie unter ärztlicher Kontrolle.

Das Urteil ist zwar eine Einzelfallentscheidung. Betroffene in ähnlichen Lebenslagen können nach der höchstrichterlichen Entscheidung nun aber darauf hoffen, ebenfalls selbst Cannabis als Therapiemittel anbauen zu dürfen.

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fin / AFP

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(